- 12.05.2014, 12:54:15
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Österreichische Tagungsindustrie floriert
Österreich Werbung (ÖW) und Austrian Convention Bureau (ACB) präsentieren den Meeting Industry Report Austria 2013

Utl.: Österreich Werbung (ÖW) und Austrian Convention Bureau (ACB)
präsentieren den Meeting Industry Report Austria 2013 =
Wien (TP/OTS) - Heute präsentierten das Austrian Convention Bureau
(ACB) und die Österreich Werbung (ÖW) die Ergebnisse der
österreichischen Tagungsstatistik für das Jahr 2013. "Österreich
zählt, mit Wien an der Spitze, seit Jahren zu den führenden
Veranstaltungsländern der Welt. Zurückblickend auf eine lange
Tradition als Tagungs- und Verhandlungsort, überzeugt die heimische
Kongressbranche heute mit ausgezeichneten und innovativen Angeboten.
Die bislang detaillierteste statistische Erhebung zeigt ein
interessantes und erfreuliches Bild auf das vergangene Tagungsjahr",
erklärte Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung bei
der Pressekonferenz im Hilton Vienna.
2013 verzeichnete die Tagungsbranche ein Gesamtaufkommen von
15.522 Veranstaltungen mit 1,4 Millionen Teilnehmern. Das sind im
Vergleich zum Vorjahr 10,2% mehr Veranstaltungen und ein Plus von
8,3% an Teilnehmern. Die Veranstaltungen teilten sich zu 21,5% in
Kongresse, 44,9% in Firmentagungen und 33,6% in Seminare auf. Diese
konnten zusammen insgesamt 2,7 Millionen Nächtigungen generieren, ein
leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil an den
Tourismusnächtigungen 2013 betrug wie in den Vorjahren 2,1%. "Die
Ergebnisse des meeting industry report austria 2013 untermauern die
Bedeutung der Kongress- und Tagungsbranche für den Standort
Österreich. Die intensive Zusammenarbeit im Marketing zwischen den
Convention Bureaus der Bundesländer und der Österreich Werbung tragen
dazu bei, dass wir diese ausgezeichnete Position in Zukunft auch im
immer stärker werdenden Wettbewerb halten bzw. ausbauen können",
betonte Christian Mutschlechner, Präsident des Austrian Convention
Bureaus.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor
2013 feiert auch das Umweltzeichen Green Meetings sein
fünfjähriges Bestehen - und ist seither aus der österreichischen
Tagungsindustrie nicht mehr wegzudenken. Bis Ende letzten Jahres
wurden in Summe 218 Veranstaltungen mit 241.000 Teilnehmern
zertifiziert. Das Umweltzeichen Green Meetings verzeichnete 46
Lizenznehmer, an deren Netzwerk 471 Zulieferbetriebe (92
Kongresszentren, 85 Caterer und 294 Hotels) hängen, die die
Anforderungen des Umweltzeichens erfüllen. "Österreich hat damit beim
nachhaltigen Umgang mit Ressourcen eine internationale Vorreiterrolle
übernommen - die, wenn auch (noch) nicht wettbewerbsentscheidend, in
jedem Fall positive Impulse für den Tagungsort Österreich bedeutet",
erklärte Stolba. Eine logische und sinnvolle Ergänzung ist das
jüngste Umweltzeichen für Tagungslocations, mit dem noch tiefer auf
die Unternehmensstruktur und -kultur der Häuser eingegangen werden
kann. Als erste Location wurde vor kurzem das Austria Center Vienna
vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft zertifiziert.
Aktuelle Trends bei Kongressen 2013
Mit nur einem Fünftel-Anteil der gesamten Veranstaltungen sind
Kongresse im Vergleich zu Firmentagungen und Seminaren das kleinste
Segment der Tagungsindustrie, generierten jedoch ein Vielfaches an
Teilnehmern und Nächtigungen. Letztere sind hauptsächlich auf rund
1.300 internationale Kongresse zurückzuführen, die wesentlich länger
(3,1 Tage) als nationale Kongresse (1,9 Tage) dauerten. Außerdem
blieben internationale Kongressgäste rund 4,4 Nächte, nationale
hingegen nur eine Nacht.
2013 wurden 3.341 Kongresse abgehalten, was einem Plus von 6 %
entspricht. Dennoch ist ein Trend hin zu kleineren und vor allem
kürzeren Kongressen zu verzeichnen. Kleine und mittlere Kongresse,
das heißt mit weniger als 500 Teilnehmern, waren auch im vergangenen
Jahr mit einem Marktanteil von 93,7% Fixsterne am Kongresshimmel.
Das größte Plus (+53,8%) wurde im Segment der Kongresse mit ein-
bis zweitausend Teilnehmern verzeichnet. Dennoch war 2013 auch sehr
erfolgreich was die Großkongresse mit mehr als 2.000 Teilnehmern
angeht. Trotz der geringen Anzahl bewirken diese aufgrund des hohen
Anteils internationaler Veranstaltungen einen enormen
Wertschöpfungsfaktor.
Das Spitzenthema 2013 war wie im Jahr davor die Rubrik Wirtschaft
und Politik. Diese hat mit einem Anteil von 31,3% den Spitzenreiter
der letzten Jahre Humanmedizin auf Platz 2 verwiesen. Auf Platz 3
folgten die Geisteswissenschaften. Die Top 3-Locations sind Kongress-
& Konferenzhotels (30%), Kongress-, Messe- und Veranstaltungszentren
(22%) sowie Universitäten & Bildungseinrichtungen (22%). Es
kristallisiert sich jedoch eine steigende Nachfrage für andere und
außergewöhnliche Locations heraus. Mit einem Zuwachs von 15,5%
erlebte dieses Segment das größte Plus unter den Locations. Das
Interesse geht hin zu auffallenden und unkonventionellen Orten, wie
Burgen, Schlössern, Schiffen und vielen anderen originellen Plätzen.
Zuwächse bei Firmentagungen und Seminaren
Das gesamte Segment der Firmentagungen erlebte 2013 einen
Aufschwung: +5,3% an Veranstaltungen, +10,1% Teilnehmer, +4,6%
Nächtigungen. Während der Anteil an internationalen Veranstaltungen
stabil blieb, zeichnete sich ein starkes Wachstum bei nationalen
Firmenveranstaltungen ab. Seminare verzeichneten 2013 ein Plus von
20,8%, was vor allem der steigenden Meldemoral und dem Vertrauen der
Betriebe gegenüber der Tagungsstatistik zu verdanken ist. So ergeben
die ersten Erkenntnisse aus dem wachsenden Datenmaterial, dass jeder
fünfte Seminarteilnehmer eine Nächtigung bringt.
Tagungsindustrie in den Bundesländern
Auch 2013 fand mit einem Gesamtanteil von 44,7% in Wien knapp die
Hälfte aller Veranstaltungen statt. Auf den folgenden Plätzen reihte
sich Salzburg (13,4%) vor Tirol und Niederösterreich (jeweils 8,5%).
Die Hauptstadt behauptete sich vor allem im Bereich der Kongresse und
Seminare. Bei Kongressen folgten dahinter Salzburg (16,8%), Tirol
(11,2%) und Steiermark (9,4%). Im Bereich der Firmentagungen reihte
sich Wien mit 32,4% vor Salzburg (20,4%), Niederösterreich (12,7%)
und Tirol (11,4%).
Die klaren Spitzenreiter im Landeshauptstädteranking waren Wien
(68,1%), Salzburg (8,8%), Linz (7,4%) und Innsbruck (7,3%).Bei
Kongressen hielt Salzburg abgesehen von Wien den größten Anteil mit
16,1%, gefolgt von Innsbruck und Linz. Auch bei Firmentagungen
schaffte Salzburg hinter Wien mit 10,9% knapp den Sprung vor
Innsbruck mit 10,4% und Linz mit 9,5%. Die Anteile an Seminaren sind
in den Landeshauptstädten sehr gering. Nach Wien mit 86,4%
positionieren sich Linz (5,1%) vor Innsbruck (2,9%) und Salzburg
(2,9%).
Download-Adresse für Unterlagen und Fotos: www.acb.at/pressedownloads
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