- 09.05.2014, 13:25:05
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Kärnten und Istrien intensivieren Zusammenarbeit
LH Kaiser befürwortet bei Euregio-Versammlung in Porec Einleitung des Aufnahmeverfahrens von Istrien - Gemeinsamer Beschluss mit Friaul-Julisch Venetien und Veneto
Utl.: LH Kaiser befürwortet bei Euregio-Versammlung in Porec
Einleitung des Aufnahmeverfahrens von Istrien - Gemeinsamer
Beschluss mit Friaul-Julisch Venetien und Veneto =
Klagenfurt/Porec (OTS/LPD) - Kärnten und Istrien wollen in Zukunft
noch intensiver gemeinsam an ihrer wirtschaftlichen, sozialen und
kulturellen Weiterentwicklung arbeiten. Grundlage dafür ist der
Beschluss über ein Aufnahmeverfahren der kroatischen Region Istrien
in die Euregio "Senza Confini", der heute, Freitag in Porec im Rahmen
einer Versammlung der Euregio-Regionspräsidenten - Landeshauptmann
Peter Kaiser (Kärnten), Luca Zaia (Veneto) und Deborah Serracchiani
(Friaul-Julisch Venetien) - gefasst wurde. Der Antrag auf Aufnahme
wurde vom Präsident der Region Istrien, Valter Flego, gestellt.
"Die Zukunft Europas und damit die Zukunft Kärntens liegt in einer
starken Partnerschaft der Regionen. Kärnten hat als Teil der Euregio
"Senza Confini" die große Chance, entscheidende Weichenstellungen für
eine positive Zukunftsgestaltung vorzunehmen. Viele Anliegen und
Herausforderungen, sei es im Bereich der Wirtschaft, des Verkehrs,
der Gesundheits- und Sozialversorgung sind grenzüberschreitend gleich
oder ähnlich gelagert. Sie lassen sich gemeinsam leichter und
effizienter bewältigen und auf europäischer Ebene durchsetzen.
Jahrzehntelanges Konkurrenzdenken und Egoismen machen immer mehr
einer neuen Solidarität Platz", freut sich Landeshauptmann Peter
Kaiser, über den einstimmigen Beschluss, das Aufnahmeverfahren zum
Beitritt Istriens zur Euregio, einzuleiten.
Der Beitritt Istriens zur Euregio "Senza Confini" würde eine große
Region entstehen lassen, was Forderungen und Umsetzungspläne zu
gemeinsamen Projekten auf europäischer Ebene stärken bzw.
vereinfachen würde. "Die Euregio 'Senza Confini' ist ein
nachahmenswertes Beispiel für andere Regionen Europas, wie man sich
Herausforderungen der Zukunft gemeinsam stellt und die Potentiale der
Partner gemeinsam zum Wohle der Menschen nützt", betonte der Kärntner
Landeshauptmann.
Im Verfahren müssen u.a. der Gründungsvertrag und die Satzung der
Euregio entsprechend geändert und die Zustimmung der Mitgliedsstaaten
eingeholt werden. Danach entscheidet die Euregio-Vollversammlung über
den Aufnahmeantrag. Kärnten hat bis dato die technische Verantwortung
der Euregio " Senza Confini" inne. Das Mandat des Direktors der
Euregio "Senza Confini" für alle drei Mitgliedsregionen übt demnach
Landesamtsdirektor Dieter Platzer, nach einstimmigen Beschluss der
drei Mitgliedsregionen vergangenen Herbst in Venedig aus. Den Vorsitz
der Euregio "Senza Confini" führt der Präsident der Region Veneto,
Luca Zaia. 2016 geht dieses Mandat nach Kärnten, an Landeshauptmann
Peter Kaiser.
Zwischen dem Land Kärnten und Istrien besteht nicht erst seit dem
EU-Beitritt Kroatiens 2013 eine ausgezeichnete Zusammenarbeit.
Gemeinsam in einem Haus in Brüssel sind das Verbindungsbüro Kärnten
(VBB) sowie die Vertretung Istriens und des Kantons Sarajewo
situiert. Dadurch konnte das Istrien-Büro bereits bei der
Vorbereitungsarbeit zur EU-Mitgliedschaft Kroatiens unterstützt
werden. Die Kooperationen zwischen den Regionen finden auf mehreren
Ebenen statt, eine wichtige Rolle spielen dabei der
Informationsaustausch und das gemeinsame Netzwerken auf EU-Ebene
durch die Verbindungsbüros sowie die 2013 reformierte Alpen-Adria
Allianz, die eine Plattform für projektorientierte Zusammenarbeit und
people-to-people-Projekte darstellt. Durch die EU-Mitgliedschaft
Kroatiens, das nun auch die EU-Programme nutzen kann, wird eine
verstärkte Zusammenarbeit möglich, während gleichzeitig bestehende
Kooperationen weitergeführt werden können.
(Schluss)
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