• 08.05.2014, 20:40:18
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Fest der Freude: 12.000 BesucherInnen feierten die Befreiung vom Nationalsozialismus

Gratiskonzert der Wiener Symphoniker und Zeitzeuge sowie führende PolitikerInnen im Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus am Heldenplatz

Utl.: Gratiskonzert der Wiener Symphoniker und Zeitzeuge sowie
führende PolitikerInnen im Gedenken an die Befreiung vom
Nationalsozialismus am Heldenplatz =

Wien (OTS) - Mehr als 12.000 BesucherInnen hörten die Worte des
Zeitzeugen Aba Lewit und führender PolitikerInnen sowie das Konzert
der Wiener Symphonikern am 8. Mai 2014 am Wiener Heldenplatz. Das vom
Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum zweiten Mal veranstaltete
Fest der Freude ist jenem Tag gewidmet, an dem der
nationalsozialistischen Herrschaft ein Ende gesetzt wurde.

"Die Vielzahl an BesucherInnen an diesem Tag der Freude und des
Gedenkens bei diesem großartigen Konzert der Wiener Symphoniker ist
überwältigend", resümiert Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen
Komitee Österreich, den Abend. "Wir danken allen, die dieses Fest
ermöglicht und hier teilgenommen haben."

PolitikerInnen über die Bedeutung des 8. Mai für Österreich
Moderiert von Schauspielerin Katharina Stemberger gedachten der
Zeitzeuge Aba Lewit, Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer,
Bundeskanzler Werner Faymann, Bundesminister Dr. Wolfgang
Brandstetter, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou,
Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und der Veranstalter
MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi in ihren Reden der vielen Millionen
Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet
wurden.

"Der 8. Mai erinnert uns an den Tag der Befreiung von der
nationalsozialistischen Herrschaft, das Fest der Freude am Wiener
Heldenplatz ist dafür ein würdiges Zeichen des Gedenkens. Das Ende
des NS-Terrors und des Krieges war für die Österreicherinnen und
Österreicher tatsächlich ein Freudentag. Es wurde begonnen, gemeinsam
ein freies, demokratisches, rechtsstaatliches und friedliches
Österreich aufzubauen. Österreichs Zukunft konnte endlich beginnen,
auch wenn es bis heute noch vieles aufzuarbeiten gibt. Es ist unsere
Aufgabe, auch für kommende Generationen die Rahmenbedingungen so zu
gestalten, dass ein Leben in Demokratie und Frieden in der
Europäischen Union möglich ist", so Nationalratspräsidentin Mag.a
Barbara Prammer.

Wiener Symphoniker geben Festkonzert

Mit Bertrand de Billy am Dirigentenpult, der bekannten Sopranistin
Sonya Yoncheva und dem Star-Tenor Piotr Beczala gaben die Wiener
Symphoniker Ludwig van Beethoven's Symphonie Nr. 5 c-moll op. 67
sowie Werke von Jules Massenet und Charles Gounod im Rahmen dieses
Festkonzerts zum Tag der Befreiung zum Besten.

"Musik ist eine universelle Sprache und wie geschaffen dafür, über
weltanschauliche Grenzen hinweg Brücken zu bauen", betont der
Geschäftsführer der Wiener Symphoniker Johannes Neubert die bewusst
gehaltene Überparteilichkeit dieser Veranstaltung. "Die Wiener
Symphoniker freuen sich daher sehr, auch in diesem Jahr aus Anlass
des Kriegsendes das Festkonzert zu spielen. Wir danken ganz besonders
den herausragenden Künstlern Bertrand de Billy, Piotr Beczala und
Sonya Yoncheva, dass sie uns bei diesem Anliegen unterstützen", so
Johannes Neubert abschließend.

Kein Platz für rechtsextremes Gedankengut

Auf Initiative des Mauthausen Komitee Österreich und mit
Unterstützung u. a. des Verein Gedenkdienst, der Israelitischen
Kultusgemeinde, des Dokumentationsarchives des österreichischen
Widerstands sowie der österreichischen Bundesregierung und der Stadt
Wien wurde heuer bereits zum zweiten Mal das Fest der Freude am
Heldenplatz gefeiert.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich,
dazu: "Die neue Nutzung des Heldenplatzes am 8. Mai ist die richtige
Betrachtungsweise dieses geschichtlichen Ereignisses. Denn die
Befreiung vom Nationalsozialismus hat damals dem sinnlosen Morden ein
Ende gesetzt und das ist wahrlich ein Grund zum Feiern. Es gibt
keinen Platz für rechtsextremes Gedankengut - weder am Heldenplatz
noch auf anderen Plätzen dieser Welt. Dafür bedanke ich mich bei
allen, die das Fest der Freude ermöglicht haben."

Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der
KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 11. Mai

Am 8. Mai 1945 war das nationalsozialistische Regime durch die
alliierten Truppen besiegt und die Deutsche Wehrmacht kapitulierte
bedingungslos. Damit war der verbrecherische Angriffs- und
Vernichtungskrieg in Europa beendet. Das Ende der
nationalsozialistischen Herrschaft bedeutete gleichzeitig das Ende
der Konzentrationslager. Dazu finden anlässlich der 69. Wiederkehr
der Befreiung der Häftlinge die Gedenk- und Befreiungsfeiern in der
KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie an Orten der ehemaligen Außenlager
von Mauthausen am Sonntag, den 11. Mai 2014 statt. Der Schwerpunkt
der diesjährigen Gedenkfeiern ist dem Thema "Wert des Lebens"
gewidmet. "Nächstes Jahr jährt sich die Befreiung der Häftlinge vom
ehemaligen KZ-Mauthausen zum 70. Mal. Österreichweit und auch
international werden Aktivitäten gesetzt, um ein Zeichen für 'niemals
Vergessen' zu setzen", so der MKÖ-Vorsitzende abschließend.

Weitere Informationen und Fotos unter http://www.festderfreude.at/
und http://www.mkoe.at/

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