- 08.05.2014, 17:03:11
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AUGE/UG Wien fordert von Arbeiterkammer engagiertes Auftreten gegen '12-Stunden-Tag' bei Gleitzeit
Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen beantragen AK-NEIN zu Ausweitung der täglichen Arbeitszeit bei Gleitzeit und Initiativen für Arbeitszeitverkürzung
Utl.: Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen
beantragen AK-NEIN zu Ausweitung der täglichen Arbeitszeit bei
Gleitzeit und Initiativen für Arbeitszeitverkürzung =
Wien (OTS) - Ein klares NEIN der AK-Wien zu Regierungsplänen, bei
Gleitzeit tägliche Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden zu
ermöglichen, forderten die Alternativen, Grünen und Unabhängigen
GewerkschafterInnen heute im Rahmen der konstituierenden Wiener
AK-Vollversammlung.
Fraktionsvorsitzende und Bundessprecherin der AUGE/UG, Klaudia
Paiha: "In Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit und ständig steigender
Arbeitsbelastung die Tür für noch längere Arbeitszeiten wieder einen
Spalt weiter zu öffnen ist schlichtweg zynisch. Wir brauchen
Arbeitszeitverkürzung und nicht Arbeitszeitverlängerung. Dafür soll
sich die AK stark machen, statt die Regierungsvorhaben zu
relativieren."
Zwt.: Österreich nimmt bei Arbeitszeiten bereits Spitzenplatz in
Europa ein!
In ihrem Antrag erinnert die AUGE/UG daran, dass Österreich bei
den Arbeitszeiten EU-weit bereits traurige Spitze ist und trotz Krise
Überstunden mehr Regel denn Ausnahme sind: "Vollzeitbeschäftigte in
Österreich arbeiten durchschnittlich 41,8 Stunden je Woche, und
liegen damit EU-weit nur hinter Großbritannien. Trotz Krise wurden
2013 270 Millionen Überstunden geleistet. Mit der Ausweitung der
täglichen Arbeitszeit bei Gleitzeit droht sich diese Zahl noch zu
erhöhen - aus Kosten von Beschäftigung, Freizeit und Gesundheit,"
kritisiert Paiha.
Kritik kommt von den Alternativen, Grünen und Unabhängigen
GewerkschafterInnen auch aus einer Geschlechterperspektive: "Zu einer
gerechteren Verteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter
Hausarbeit leisten längere tägliche Arbeitszeiten jedenfalls
keinerlei Beitrag. Wenn überwiegend vollzeit beschäftigten Männern
noch mehr Überstundenarbeit ermöglicht wird, droht das die
traditionelle, geschlechterspezifische Arbeitsteilung noch mehr
einzuzementieren," warnt Paiha. Darum wird im AUGE/UG Antrag auch
eine Arbeitszeitverkürzung gefordert.
Zwt.: Sozialdemokratische Mehrheit stimmt gegen AUGE/UG-Antrag
Völlig unverständlich ist für Paiha die ablehnende Haltung der
sozialdemokratischen AK-Mehrheit zum AUGE/UG-Anträge: "Wären
derartige Pläne von schwarz-blau gewälzt worden, wäre die Empörung in
den Reihen der roten GewerkschafterInnen groß. Jetzt wird
abgewiegelt, ganz offensichtlich will die FSG der SPÖ und ihren
GewerkschafterInnen in Regierung und Nationalrat nicht weh tun.
Unabhängige und konequente Interessensvertretung sieht jedenfalls
anders aus!"
Zwt.: Chance auf AK-Präsidentin einmal mehr vertan
Zur Wahl von Rudolf Kaske zum Wiener AK-Präsidenten hält Paiha
abschließend fest: "Bei aller Sympathie und Wertschätzung für Rudi
Kaske: Einmal mehr wurde von der Mehrheitsfraktion die Chance vertan,
eine AK-Präsidentin zur Wahl vorzuschlagen. Nicht nur in Wien. Die
AK-Präsidentenrunde bleibt österreichweit ein Herrenklub. Dass es im
Jahr 2014 nach wie vor österreichweit keine einzige AK-Präsidentin
gibt ist und bleibt eine Schande."
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