• 07.05.2014, 21:00:31
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Neues Volksblatt: "Viele Fragen" von Kathrin KNAPPICH

Ausgabe vom 8. Mai 2014

Utl.: Ausgabe vom 8. Mai 2014 =

Linz (OTS) - Der Verkauf der Linzer Metallurgiesparte des
Siemens-Konzerns, VAI, bringt für OÖ gleich zwei schlechte
Nachrichten. Nicht nur, dass die Zukunft auch aufgrund mangelnder
Kommunikation gegenüber vielen Beteiligten sowie auch gegenüber der
Politik derzeit noch im Verborgenen liegt, auch die Verlegung der
Konzernzentrale nach Großbritannien stößt hierzulande zurecht, vor
allem den oö. Landespolitikern, sauer auf. Schon allein die Abtretung
des Mehrheitsanteils an die Japaner wird zwangsläufig eine
Abwanderung von Know-how und Kompetenz im Metallurgiebereich mit sich
bringen. Wenn auch noch das Headquarter von Linz abgezogen wird,
lässt dies viel Raum für Spekulationen rund um einen gänzlichen
Verlust des Unternehmens für OÖ. Im erbitterten Kampf um die
Energiesparte des französischen Konzerns Alstom ist Siemens-Chef Joe
Kaeser offenbar bereit, weitere Unternehmensteile abzustoßen, ohne
Rücksicht auf Verluste. Eine Frage bleibt: Ist es sinnvoll,
profitable Unternehmenssegmente abzustoßen, um im Bieterkampf um
einen Geschäftsbereich zu reüssieren, ohne Gewissheit zu haben, dass
die Rechnung aufgeht, Mehreinnahmen zu lukrieren?
Ob es ihm mit vagen Angaben zum Verkauf von Konzernteilen und damit
verbundenen Personalreduktionen gelingt, den viel zitierten Spirit
der "Siemensianer" wieder herauf zu beschwören, bleibt dahingestellt.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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