- 07.05.2014, 12:55:45
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Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: Großer Erfolg der Ärztekammer
Nach offenem Brief der niedergelassenen Ärzte lenken Ministerium und Hauptverband ein - Zugang zu Vorsorgemammografie zukünftig auch ohne Einladung möglich
Utl.: Nach offenem Brief der niedergelassenen Ärzte lenken
Ministerium und Hauptverband ein - Zugang zu
Vorsorgemammografie zukünftig auch ohne Einladung möglich =
Wien (OTS) - Als "großen Erfolg für Ärztekammer und Patientinnen"
bezeichnet der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres die nun
erfolgte Einigung einer Adaptierung des
Brustkrebs-Früherkennungsprogramms in Österreich. Es habe zwar lange
gedauert, bis sich das Gesundheitsministerium und der Hauptverband
der österreichischen Sozialversicherungsträger den Argumenten der
Ärzte angeschlossen hätten, "aber eine späte Einsicht ist immer noch
besser als gar keine".****
Das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, das Anfang dieses
Jahres österreichweit gestartet wurde, hat in den ersten Monaten für
große Kritik seitens der Ärzteschaft und auch vonseiten der
Patientinnen gesorgt. Die Einladungen zur Vorsorgemammografie wurden
von den Frauen schlecht angenommen, sodass es bei
Mammografieuntersuchungen einen Rückgang von bis zu 24,5 Prozent
gegeben hat. Dies wurde zuletzt von den Wiener niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten in einem offenen Brief an Minister Stöger massiv
kritisiert. Gleichzeitig wurden eine Wiedereinführung der Möglichkeit
einer Zuweisung zur Mammografie durch Gynäkologen und Hausärzte sowie
eine Aufhebung der Altersbeschränkung gefordert.
Wie von Stöger angekündigt, wird es nun insofern zu einer
grundlegenden Änderung kommen, als Frauen im Alter zwischen 45 bis 69
Jahren nicht mehr per Einladung vorgeschrieben wird, wann sie zur
Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung gehen müssen, sondern darüber selbst
entscheiden können. Damit wird es wieder möglich sein, über die
E-Card jederzeit Zugang zu einer kostenlosen Mammografie zu haben.
Und auch die Aufhebung des Alterslimits von 70 Jahren wird in der
Ärztekammer sehr positiv gesehen.
Damit sind wichtige Forderungen der Ärztekammer erfüllt worden.
Szekeres: "Wir sind sehr froh, dass Gesundheitsminister Alois Stöger
und der Hauptverband eingelenkt haben und unseren Forderungen
nachgekommen sind." (ssch/hpp)
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