• 06.05.2014, 10:58:23
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Gewerbe sucht weiterhin Fachkräfte

Mehr als ein Viertel der Gewerbe- und Handwerksbetriebe brauchen dringend Fachkräfte.

Utl.: Mehr als ein Viertel der Gewerbe- und Handwerksbetriebe
brauchen dringend Fachkräfte. =

Wien (OTS) - Laut Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria
sind derzeit 26 % der zum Gewerbe und Handwerk zählenden Unternehmen
trotz allgemein gedämpfter Nachfrage sehr gut ausgelastet und leiden
unter Fachkräftemangel. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften
dürfte aktuell bei mindestens 14.000 liegen, schätzt Walter Bornett,
Direktor der KMU Forschung Austria und Vizepräsident des
Aufsichtsrats von Austrian Cooperative Research (ACR).

Und das, obwohl der mit etwa 645.000 Beschäftigten größte
Arbeitgeber Österreichs auch der mit Abstand wichtigste
Ausbildungssektor ist: rd. 52.000 der insgesamt knapp über 120.000
Lehrlinge werden im Gewerbe und Handwerk ausgebildet. An zweiter
Stelle liegt der Handel mit rd. 18.000 Lehrlingen. Danach folgen die
Industrie (rd. 16.200) und der Tourismus (rd. 10.400).
Zu den Branchen mit überdurchschnittlich hohem Fachkräftebedarf
zählen z. B. Dachdecker, Spengler, Elektrotechniker, Steinmetze,
Tischler und das Baugewerbe. Nach Bundesländern haben Vorarlberg,
Tirol und Oberösterreich den höchsten Fachkräftebedarf.

Das derzeitige Lehrlingsangebot reicht nicht aus, den
Fachkräftebedarf zu decken und angesichts der demographischen
Entwicklung wird sich die Problematik nicht entschärfen, befürchtet
Bornett. Es kämpfen ja nicht nur Branchen bzw. die Unternehmen
untereinander um die Pflichtschulabgänger/innen, sondern das duale
Ausbildungssystem generell gegen andere Qualifizierungsangebote, z.
B. höhere Schulen. Zur Behebung des Fachkräftemangels müssen die
Attraktivität der österreichischen Lehrausbildung und die damit
verbundenen Berufsaussichten noch stärker beworben werden, auch bei
jungen Menschen außerhalb Österreichs, schlägt Bornett vor.

Grafiken mit Ergebnissen nach Branchen und Bundesländern unter:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice

Datenquelle: KMU Forschung Austria, Konjunkturbericht für das Gewerbe
und Handwerk, 1. Quartal 2014, Wien, April 2014

Die KMU Forschung Austria ist Mitglied von Austrian Cooperative
Research (ACR), der Interessenvertretung der Kooperativen Forschung
in Österreich. ACR ermöglicht für kleine und mittlere Betriebe die
Umsetzung von Innovationen und ist ihr Netzwerkpartner in Forschung
und Forschungspolitik.

www.acr.at

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