- 05.05.2014, 14:39:55
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Millionen-Investment von pewag in Colorado/USA
Wirtschaftsdelegierter Thaler: US-Bundesstaaten rollen ausländischen Investoren mit zahlreichen Anreizen den roten Teppich aus.
Utl.: Wirtschaftsdelegierter Thaler: US-Bundesstaaten rollen
ausländischen Investoren mit zahlreichen Anreizen den roten
Teppich aus. =
Wien (OTS/PWK301) - "Colorado ist Wintersportbegeisterten
Österreichern als Gastgeber der Ski-WM 2015 in Vail - Beaver Creek
bekannt, aber kaum als attraktiver Industriestandort und
Hightech-Zentrum", sagt Rudolf Thaler, österreichischer
Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Der Weltmarkt- und
Technologieführer pewag setzt jetzt hier seine internationale
Expansion fort und eröffnete in der "Steel City" Pueblo - etwa 180 km
südlich der Hauptstadt Denver - das erste "Green
Field"-Schneekettenwerk. Eine Rarität in der Branche und das erste
derartige Investment in den USA. Thaler: "In der ersten Ausbaustufe
beschäftigt die 10 Millionen USD Investition 55 Mitarbeiter.
Ausschlaggebend für die Standortwahl waren für Eigentümer und CEO
Ägyd Pengg die Marktnähe und Mitarbeiter mit Stahlerfahrung. Nicht
umsonst ist Pueblo eine der größten Stahl produzierenden Städte in
den USA." Westlich von Pueblo liegen aufgrund der topographischen
Gegebenheiten 65% des Schneekettenmarktes der USA und in Colorado
kreuzen sich bedeutende Interstate Highways. Der Tag der
Werkseröffnung am 3. Mai wurde vom Stadtrat zum "pewag day" erklärt
und spiegelt das generell gute Investitionsklima wider. "Made in USA"
wird als Verkaufsargument immer wichtiger. Zum prominenten
pewag-Kundenkreis gehören beispielsweise UPS, Fed-Ex und das
US-Militär.
Thaler: "Im Gebirgsstaat Colorado - Durchschnittshöhe 2.000 m und
mit 5,2 Mio. Einwohnern flächenmäßig dreimal so groß wie Österreich -
werden bereits Weichen von voestalpine Nortrak und Farben für
Bodenmarkierungen und Gebäude der Colorado Paint Company von Swarco
produziert. Weiters vertreten sind z.B. Komptech und Skidata.
Satellitenspezialist Ruag Space eröffnete kürzlich eine
Verkaufsniederlassung in Denver, um näher bei den Kunden zu sein. Die
School of Mines in Boulder und die Montanuniversität Leoben pflegen
eine langjährige Zusammenarbeit." Die heimische Wintersportindustrie
ist jährlich auf der Schimesse SIA in Denver, dem größten Treff der
Wintersportindustrie in Nordamerika, präsent. Schianlagen und
-ausrüstungen österreichischer Hersteller finden sich in Colorados
Schiregionen wie Aspen, Beever Creek und Vail.
Innovations-Hub Colorado
Colorado wurde als einer der Standorte im Rahmen der
Industrieoffensive von US-Präsident Barack Obama ausgewählt, um
innovative Fertigungstechniken voran zu treiben. Nicht von ungefähr:
Colorado hat eine diversifizierte Wirtschaft, die von Aerospace und
Bioscience bis zu Energie und Telekommunikation reicht. Das
renommierte Milken Institute reiht Colorado US-weit an Nr.3 des
Technology and Science Index. Die Dichte an Hightech-Angestellten ist
mit 80 von 100 die zweithöchste in den USA. Ziel Colorados ist es,
das führende Zentrum für Innovationen im Bereich erneuerbare Energien
und Weltraumwirtschaft zu werden.
US-Ziel : Industrie-Leader
Die USA sehen jetzt die Chance, in der Dienstleistungsgetriebenen
Wirtschaft wieder Industrie-Jobs zurück zu gewinnen. US-Bundesstaaten
rollen ausländischen Investoren mit zahlreichen Anreizen den roten
Teppich aus. Re-Industrialisierung und Re-Shoring liegen im Trend,
befeuert mit einem Energieboom infolge innovativer Bohrtechnologien.
Die Ansage Präsident Obamas, die Industrieführerschaft nicht Asien
oder Europa zu überlassen, wird begleitet mit der Schaffung von
Innovationszentren zur Förderung digitaler Fertigung.
Die USA sind für energieintensive Industrien wie Stahl und Chemie
aufgrund konkurrenzloser Gaspreise höchst attraktiv. Erst im April
eröffnete voestalpine ein Auto-Zulieferwerk in Georgia und feierte in
Texas den Spatenstich für eine Direktreduktionsanlage - die größte
Green Field Investition eines österreichischen Unternehmens in den
USA. Geschätzt wird von ausländischen Investoren die Aufnahme mit
offenen Armen und der hemdsärmelige Ansatz bei der
Projektrealisierung. Behördenwege und Umweltauflagen gibt es auch
hier zu erfüllen. Heimische Unternehmen punkten mit einer aktiven
Informationspolitik und der frühzeitigen Einbindung der örtlichen
Community, um etwaige Einsprüche und damit Projektverzögerungen zu
vermeiden. Thaler: "Für global agierende Unternehmen wird die
dynamische Gestaltung der Zulieferarchitektur zunehmend zum
entscheidenden Wettbewerbsfaktor, wobei durch die Bewertung
steigender Lohnkosten in Asien, Produktivität und Risiko vermehrt die
USA am Standort-Radar aufscheinen. Hinzu kommen eine erhebliche
Einsparung von Transportkosten und kurze Lieferzeiten im Vergleich zu
einem Produktionsstandort beispielsweise in Asien." (BS)
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