- 02.05.2014, 10:11:43
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ÖGB-Achitz: Steuerentlastung ist bestes Mittel um Arbeit zu schaffen
Arbeitgeber sollen Menschen auch wirklich Arbeit geben
Utl.: Arbeitgeber sollen Menschen auch wirklich Arbeit geben =
Wien (OTS/ÖGB) - "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die
Problemgruppen weiterhin die gleichen sind", sagt Bernhard Achitz,
Leitender Sekretär des ÖGB zu den heute veröffentlichten Daten.
"Ältere und junge ArbeitnehmerInnen haben nach wie vor die größten
Schwierigkeiten." Die Regierung und das AMS würden hier ohnehin schon
einiges tun, Achitz fordert aber auch die Verantwortung der
Unternehmen ein: "Wenn sich die Wirtschaft schon selbst an einem
erfundenen █Tag der Arbeitgeber█ groß feiert, dann soll sie den
Menschen auch tatsächlich Arbeit geben."++++
Dass im Budget 2014/2015 mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik
zu Verfügung stünden sei positiv, man könne aber weit mehr tun, um
Beschäftigung zu schaffen, so Achitz. "Wenn die ArbeitnehmerInnen
endlich steuerlich entlastet werden, bleibt ihnen netto mehr übrig,
das geht direkt in den Konsum, kurbelt die Wirtschaft an und schafft
Arbeitsplätze." Das strukturelle Nulldefizit, das die Regierung für
2016 anpeilt, beurteilt Achitz kritisch: "Investitionen in wichtige
Bereiche, die Arbeit schaffen, die Infrastruktur verbessern und die
Attraktivität des Standortes erhöhen, müssen aus den Berechnungen
ausgenommen werden."
Zu den zwei Gruppen mit den größten Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt
meint Achitz: "Wir sind es leid, uns von der Wirtschaft ständig
anzuhören, sie finden keine guten Lehrlingen und die älteren
Beschäftigten sind zu teuer. Für beide Gruppen gab oder gibt es
verschiedenste Förderungen, und das hat nicht zu einem Anstieg der
Beschäftigung oder Ausbildungstätigkeit geführt. Mit Unterstützung
und Förderung geht es offenbar nicht, daher verlangen wir spürbare
Eigenbeiträge der Betriebe, konkret eine Fachkräftemilliarde zur
Finanzierung der Lehrlingsausbildung und ein Bonus-Malus-System zur
Beschäftigung Älterer."
Der ÖGB fordert:
- Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf EU-Niveau.
- Unternehmen, die zu wenig ältere Menschen beschäftigen, müssen
einen Malus zahlen.
- Wirkungsvoller Kündigungsschutz für ältere ArbeitnehmerInnen.
- Eine Fachkräftemilliarde, die durch den Beitrag der Unternehmen in
einer Höhe von einem Prozent der Jahresbruttolohnsumme finanziert
wird. Daraus werden Lehrlingsausbildung und Weiterbildung gefördert
sowie Qualitätssicherung und überbetriebliche Ausbildung finanziert.
- Das AMS muss auch weiterhin durch frauenspezifische
Arbeitsmarktinitiativen der Benachteiligung von Frauen am
Arbeitsmarkt entgegenwirken.
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