• 30.04.2014, 13:12:59
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Niederösterreich feiert "Tag der Arbeitgeber"

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Klenk &
Meder-Geschäftsführer Herbert Klenk jun.

St. Pölten (OTS) - Der "Tag der Arbeit" wird traditionell am 1. Mai
gefeiert - die Rolle der Unternehmer und Arbeitgeber findet dabei so
gut wie keine Beachtung. Deshalb hat die Wirtschaftskammer am 30.
April den "Tag der Arbeitgeber" ausgerufen, um die Wertschätzung
gegenüber dem Unternehmertum zu heben.

"Was wäre der Tag der Arbeit ohne Arbeitgeber", hat sich die
Wirtschaftskammer gefragt und deshalb im Vorjahr am 30. April
erstmalig in ganz Österreich den "Tag der Arbeitgeber ausgerufen".
Niederösterreichs Wirtschafskammer-Präsidentin Sonja Zwazl legt Wert
darauf, zu betonen, dass der "Tag der Arbeitgeber" nicht als
"Gegenveranstaltung zum 1. Mai gedacht ist". Die rote Nelke am
Wirtschaftskammer-Plakat soll nicht provozieren, sondern vielmehr zum
Nachdenken anregen. "Durch die Blume" wird die Öffentlichkeit am "Tag
der Arbeitgeber" darauf hingewiesen, dass Wohlstand und Beschäftigung
nur in einem gesunden Miteinander von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
zu erzielen sind. Dementsprechend wird am 30. April in ganz
Österreich mit einer Kampagne - auf Plakaten, Inseraten und bei
Veranstaltungen - die Frage gestellt: "Was wäre der Tag der Arbeit
ohne Arbeitgeber?". Die Antwort ist einfach: Ohne Unternehmer gibt
es keine Arbeit!

Unternehmersein ist Arbeit

"Ohne Unternehmer keine Arbeitsplätze, kein Einkommen, kein
Wohlstand", betonte auch Herbert Klenk jun., Geschäftsführer des St.
Pöltner Elektrotechnikunternehmens Klenk & Meder beim gemeinsamen
Pressegespräch mit Präsidentin Zwazl. 1968 als 2-Mann-Betrieb
gegründet, beschäftigt das Unternehmen heute über 800 Menschen. 133
Lehrlinge werden aktuell ausgebildet. "Auch Unternehmersein ist
Arbeit", verweist Klenk unter anderem auf die Verantwortung, die für
die Beschäftigten und in der Folge auch für deren Familien getragen
wird. "Wirklich erfolgreich ist ein Unternehmen nur dann, wenn es ein
Miteinander gibt." Zugleich streicht er die Bedeutung von Investoren
hervor. "Gott sei Dank wird in Niederösterreich so viel investiert,
dass es dem Standort gut geht."

90.000 Unternehmen schaffen 415.000 Arbeitsplätze

"Was wäre Niederösterreich ohne seine Unternehmerinnen und
Unternehmer?", fragt Präsidentin Zwazl und gibt auch gleich die
Antwort. "Auf keinen Fall die wirtschaftliche Top-Region, das
Bundesland mit höchster Lebensqualität in Österreich." 4,5 Milliarden
Euro investiert dafür die blau-gelbe Wirtschaft im Jahr. "Eine Zahl",
so die Präsidentin, " welche die Wirtschaftsdynamik in unserem
Bundesland sehr anschaulich widerspiegelt."

Die niederösterreichischen Wirtschaftstreibenden schaffen das, was
für viele selbstverständlich scheint: Beschäftigung, Einkommen,
Wohlstand und Wachstum in unserem Bundesland - und das auch in
schwierigen Zeiten. " 90.000 niederösterreichische Unternehmerinnen
und Unternehmer schaffen 415.000 Arbeitsplätze", sagt Präsidentin
Zwazl. Diese Würdigung gilt selbstverständlich auch für die steigende
Zahl an Ein-Personen-Unternehmen, denn sie haben ebenfalls bereits
einen besonderen wichtigen Arbeitsplatz geschaffen: "Nämlich ihren
eigenen", betont Zwazl. "Sie tragen so mit ihrem Unternehmergeist
ihren Teil zur gesamten Wirtschaftsdynamik bei." Die Wertschätzung
gegenüber dem Unternehmertum komme in der breiten Öffentlichkeit aber
noch immer viel zu kurz.

Sozialbilanz der NÖ Arbeitgeber kann sich sehen lassen

Dabei sind die Leistungen enorm: 14,5 Milliarden Euro werden allein
von Niederösterreichs Betrieben an Löhnen und Gehältern gezahlt, eine
Summe, die fast einem Drittel des NÖ Bruttolandesproduktes
entspricht. Aber auch die "Sozialbilanz" der Arbeitgeber kann sich
sehen lassen. Mehr als 5 Milliarden Euro jährlich machen die
Sozialbeiträge der Unternehmen zur Absicherung unserer sozialen Netze
aus:
Der Arztbesuch, die Operation im Krankenhaus, die monatliche
Pensionszahlung an hunderttausende Pensionisten, die Überweisung des
Arbeitslosengeldes, die Schülerfreifahrt, die Behandlung im
Unfallkrankenhaus, das Arbeitslosengeld, der Umschulungskurs beim AMS
- all diese Sozialleistungen wären ohne die Sozialbeiträge der
Unternehmen nicht finanzierbar.

Enorme Bürokratiekosten

Die Arbeitgeber müssen nicht nur die Arbeitgeberbeiträge, sondern
auch die Beiträge der Arbeitnehmer berechnen und an die
Gebietskrankenkasse weiterleiten. Die Arbeitgeber dürfen für den
Staat aber auch gleich die Lohnsteuer in Abzug bringen und überweisen
- in Summe 13 verschiedene Posten an verschiedene Körperschaften.
Diese Arbeit für den Staat müssen die Betriebe freilich kostenlos
tun, haften aber dafür und werden kontrolliert. "Das sind im
Endeffekt enorme Bürokratiekosten, welche die Arbeitgeber zu tragen
haben", kritisiert die Präsidentin.

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