- 29.04.2014, 16:07:37
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Vielfältige Kärntner Chancen durch EU-Programm "Horizon 2020"
LH Kaiser: Wissenschaft und Wirtschaft können über Programm auch verstärkt zu gesellschaftlichem Wohlstand beitragen - Auch LHStv.in Schaunig und LR Ragger bei Infoveranstaltung
Utl.: LH Kaiser: Wissenschaft und Wirtschaft können über Programm
auch verstärkt zu gesellschaftlichem Wohlstand beitragen -
Auch LHStv.in Schaunig und LR Ragger bei Infoveranstaltung =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Fast 80 Milliarden Euro für Forschung und
Innovation stellt das EU-Programm "Horizon 2020" bis 2020 zur
Verfügung. Welche Chancen sich dadurch vor allem für Kärntens
Wissenschaft und Wirtschaft auftun, konnte man heute, Dienstag, aus
erster Hand bei einer Informationsveranstaltung von Land Kärnten,
Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) und Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Klagenfurter Lakeside Park
erfahren. Es referierten nämlich Wolfgang Burtscher als
stellvertretender Generaldirektor der Generaldirektion Forschung in
der Europäischen Kommission in Brüssel und FFG-Geschäftsführer Klaus
Pseiner. "Mögen Sie das berühmte Animo aus dieser Veranstaltung
mitnehmen", wünschte sich Landeshauptmann Peter Kaiser von den
Teilnehmenden.
Für Kaiser ist es wichtig, Forschung, Entwicklung, Innovation,
Wirtschaft, Bildung und internationale Politik in engen Zusammenhang
zu bringen. Er verwies auf die hohe Dotation durch die EU im
Forschungsbereich und meinte, dass in dieser Förderperiode die
Programme so vernetzt und abgestimmt seien wie noch nie zuvor. Über
"Horizon 2020" sollen Wissenschaft und Wirtschaft auch verstärkt zu
gesellschaftlichem Wohlstand und Weiterentwicklung beitragen können.
Der Landeshauptmann erklärte, dass es in diesem EU-Programm um die
Schaffung von Wissenschaftsexzellenzen, die Verbindung von Innovation
und Produktion sowie um Lösungen für gesellschaftliche
Herausforderungen wie u.a. Gesundheit, Klimaschutz, Welternährung
oder neue soziale Armut gehe. Durch die heutige Infoveranstaltung
wolle man die Gesichter zum Programm vorstellen und zeigen, wohin
sich Interessierte wenden können und welche Projektpartnerschaften
möglich seien.
EU-Kommissionsvertreter Burtscher nannte Wachstum und
Beschäftigung als übergeordnetes Ziel für Europa. Er betonte, dass es
eine klare Korrelation zwischen Forschungsausgaben und Wohlstand
gebe. Nachdem der Anteil Europas an den weltweiten Forschungsausgaben
rückläufig sei - während vor allem jener von Asien steige - wolle man
die globale Position Europas in Forschung, Entwicklung und Innovation
stärken. Dies geschehe auch im Hinblick auf die Bewältigung der
Krise. Unterstützungen für Forschung gibt es laut Burtscher nicht nur
durch "Horizon 2020", sondern auch über die Strukturfonds. Bei
"Horizon 2020" sei eine "radikale Vereinfachung" erfolgt, um die
Teilnahme daran zu erleichtern. In seinem Vortrag verwies er auf
viele interessante Punkte, die das Programm berücksichtigt. Das ist
zum Beispiel die Interaktion zwischen Forschung und Bevölkerung. Auch
die Sozial- und Geisteswissenschaften seien im Rahmenprogramm
eingebunden, etwa um die Akzeptanz der Menschen für bestimmte
Technologien zu ermitteln. Anregen wolle man die breite Beteiligung
insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen. "Horizon 2020"
sei ein weltoffenes Programm, das die Beteiligung der weltbesten
Wissenschaftler und Betriebe (auch aus Drittstaaten) ermögliche.
Burtscher gab weiters einige Zahlen zu Kärntens erfolgreicher
Beteiligung am 7. Forschungsrahmenprogramm bekannt. So habe es 511
Antragsteller aus unserem Bundesland gegeben, 105 Förderverträge
seien schließlich mit 134 Teilnehmern unterzeichnet worden. Als
Fördersumme nannte Burtscher 49 Mio. Euro. Besonders erfolgreich sei
Kärnten u.a. in den Bereichen Informations- und
Kommunikationstechnologien, Nanotechnologien oder Umwelttechnologien.
"Zögern Sie nicht, bewerben Sie sich", rief der hohe österreichische
EU-Beamte auf.
FFG-Geschäftsführer Pseiner erklärte, wie man mit Unterstützung
der FFG erfolgreich an "Horizon 2020" teilnehmen kann. Er stellte
auch Andrea Höglinger, die Bereichsleiterin für europäische und
internationale Programme der FFG, vor. Moderiert wurde die
gutbesuchte Infoveranstaltung von KWF-Vorstand Erhard Juritsch.
Seitens der Kärntner Landespolitik verfolgten sie auch
Landtagspräsident Reinhart Rohr, Finanzreferentin LHStv.in Gaby
Schaunig, LR Christian Ragger und Landtagsabgeordnete Barbara Lesjak.
Infos unter www.kwf.at, www.ffg.at oder
http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/
(Schluss)
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