• 29.04.2014, 10:07:58
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  • OTS0079 OTW0079

Einmaleffekte führten zu Rückgang des Bankengewinns

Konsolidierte Ertragslage der in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute im Jahr 2013

Utl.: Konsolidierte Ertragslage der in Österreich meldepflichtigen
Kreditinstitute im Jahr 2013 =

Wien (OTS) - Das konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen der österreichischen Kreditinstitute fiel im
Jahr 2013 mit -1,04 Mrd EUR negativ aus. Der Rückgang um 4 Mrd EUR
hat eine Reihe von Gründen: Zum einen ist das operative Geschäft von
der Niedrigzinsphase geprägt. Zum anderen schlagen sich der Verlust
der Hypo Alpe Adria und die hohen Firmenwertabschreibungen einer
Großbank zu Buche. Im Jahr 2012 hatten zudem noch Sondereffekte aus
dem Rückkauf von Ergänzungs- und Hybridkapital das Jahresergebnis
positiv beeinflusst. Erfreulich ist aber, dass sich im Vorfeld des
Stresstests vor dem Start der Bankenunion die Eigenmittelsituation
der Banken weiter verbesserte. Die Kernkapitalquote stieg seit 2008
von 7,7 % auf 11,9 %.

Im Jahr 2013 setzte sich der Trend eines sinkenden
Nettozinsergebnisses fort. Da die Zinserträge stärker sanken als die
Zinsaufwendungen, musste bei der wichtigsten Ertragskomponente eine
Verringerung um 3,4 % auf 18,60 Mrd EUR festgestellt werden. Das
Provisionsgeschäft wuchs vor dem Hintergrund eines sich verbessernden
Marktumfeldes und damit steigenden Transaktionen im Wertpapierhandel
um 4,5 % auf 7,59 Mrd EUR.

Beim Handelserfolg (d.h. Handelsergebnis, sonstige
Bewertungsergebnisse nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und realisierte Gewinne aus Finanzgeschäften) war
ein deutlicher Rückgang zum Ergebnis 2012 zu verzeichnen. 2012 wurde
dieses Ergebnis durch einmalige Sondereffekte zur Stärkung der
Eigenmittel (u.a. Rückkäufe von Ergänzungs- und Hybridkapital) sowie
durch Bewertungsgewinne maßgeblich verbessert. In Summe sank der
Handelserfolg 2013 um rund 28,0 % auf 2,34 Mrd EUR. Die Komponenten
des Handelserfolgs entwickelten sich unterschiedlich: Im Vergleich
zum Jahresende 2012 verzeichneten die Kreditinstitute zum 31.12.2013
mit 0,67 Mrd EUR ein deutlich geringeres Handelsergebnis, was einem
markanten Rückgang von 41,0 % entsprach. Die realisierten Gewinne aus
Finanzgeschäften fielen deutlich niedriger als im Vorjahr aus und
sanken um ein Drittel auf 0,93 Mrd EUR. Der Gewinn der sonstigen
Bewertungsergebnisse nach IFRS (d.h. Währungsbewertung, Bewertung von
Sicherungsbeziehungen und sonstigen Vermögenswerten) allerdings lag
mit 0,74 Mrd EUR um 12,3 % über dem Wert des Jahres 2012.

In Summe verringerten sich die Betriebserträge (ohne Risikovorsorgen)
damit im Vergleich zum Jahresende 2012 um 6,4 % auf 35,27 Mrd EUR.
Die Verwaltungsaufwendungen, bestehend aus Personal- und
Sachaufwendungen, erhöhten sich um 1,2 % auf 17,01 Mrd EUR. Die
Personalaufwendungen lagen nahezu unverändert auf dem Wert des Jahres
2012 bei 10,38 Mrd EUR. Die Sachaufwendungen stiegen um 3,4 % auf
6,63 Mrd EUR.

Durch hohe Abschreibungen eines Teils des Firmenwertes (Goodwill) der
ausländischen Tochterbanken einer Großbank, kam es im Bereich der
Abschreibungen zu einer deutlichen Steigerung um 68,5 % auf 4,53 Mrd
EUR, die sich unmittelbar erfolgsvermindernd auswirkte. Auf die
regulatorische Kapitalquote haben diese Abschreibungen allerdings
keine negativen Auswirkungen. Schlussendlich belastete auch der
Verlust der Hypo Alpe Adria das konsolidierte Gesamtergebnis für
Österreich.

Durch den Rückgang der Erträge, den Anstieg der
Verwaltungsaufwendungen und die hohen Abschreibungen der Firmenwerte
von Tochterbanken verringerte sich das konsolidierte Betriebsergebnis
(ohne Risikovorsorge) der Kreditinstitute, verglichen mit dem
31.12.2012, um 34,2 % und betrug 7,95 Mrd EUR.
Im Vergleich zum Jahr 2012 bildeten die Kreditinstitute in Österreich
wieder mehr Risikovorsorgen für das Kreditgeschäft. Der Saldo der
konsolidierten Kreditrisikovorsorge stieg um 0,61 Mrd EUR und lag bei
erfolgsvermindernden 7,00 Mrd EUR.

Weitere statistische Informationen finden Sie unter www.oenb.at im
Bereich "Statistik".

Statistik Hotline
Tel.: +43-1-404 20-5555
[email protected]

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