• 26.04.2014, 14:50:22
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Initiative gegen Kirchenprivilegien kritisiert ORF-Heiligsprechungs-Euphorie

Utl.: Initiative gegen Kirchenprivilegien kritisiert
ORF-Heiligsprechungs-Euphorie =

Wien (OTS) - "Der ORF ist völlig außer Rand und Band", kritisiert
DDr. Christian Fiala von der Initiative gegen Kirchenprivilegien die
ausufernde ORF-Berichterstattung zur Heiligsprechung zweier Päpste.
Als Emailkontakt werde auf ORF online "[email protected]"
angegeben. http://religion.orf.at/tv/stories/2640869/, sogar ein
theologisches Diskussionsforum zum Thema wurde eingerichtet ("Wozu
braucht die Kirche Heilige?"). "Es ist eine eklatante Missachtung der
Trennung von Kirche und Staat, wenn der ORF die Missionsarbeit
einzelner Religionsgemeinschaften unentgeltlich übernimmt."

2 Millionen Konfessionsfreie werden vom ORF ignoriert

Diese Art der Berichterstattung sei ein Thema für Radio Maria,
Radio Vatikan oder ähnliche Privatsender, "nicht jedoch für den
öffentlich-rechtlichen Rundfunk." - "Es gibt in Österreich rund zwei
Millionen Konfessionsfreie und auch einen großen Anteil
unfreiwilliger Taufscheinchristen, Tendenz steigend.
http://www.ots.at/redirect/derstandard4. Diese Tatsache muss sich auch in der
ORF-Berichterstattung niederschlagen", fordert Fiala. "Wenn der ORF
die internen Events sämtlicher Religionsgruppen berücksichtigt,
tummeln sich nur noch tiefgläubige Katholiken, Hindus und Muslime am
Bildschirm und die Berichterstattung wäre nur mehr ein tägliches
Beten und religiöses Eifern." Es sei untragbar, dass die
journalistisch Verantwortlichen den Gläubigen selbst die
Berichterstattung auf Staatskosten überlassen. Diese absonderliche
Hofberichterstattung wie in Zeiten der Monarchie dürfe dem Steuer-
und Gebührenzahler nicht länger zugemutet werden. "Solche
Werbesendungen sollen in Zukunft von den Glaubensgemeinschaften
selbst -als Belangsendungen deklariert- finanziert werden."

ORF: Wissenschaftssabteilung mit Relgionsabteilung verschmolzen

Die Wissenschaft musste sich in Österreich historisch mühsam aus
den Fängen der Religion befreien. Die meisten wissenschaftlichen und
demokratiepolitischen Fortschritte mussten hart gegen den Widerstand
der Religionen erkämpft werden. Umso absurder ist es, dass die
Wissenschaftsabteilung und die Religionsabteilung von derselben
Person im ORF geleitet werden, noch dazu von einem Theologen (Gerhard
Klein)
http://kundendienst.orf.at/unternehmen/menschen/personalia/klein.html
Dies mag in einem Gottesstaat - wie dem Iran - üblich sein, einer
modernen Demokratie ist es jedenfalls unwürdig so Fiala. Anders die
Situation im restlichen West-Europa: Nur mehr 36% der
Gesamt-Bevölkerung sehen Religion als etwas Positives. Nur mehr 20%
z.B. in Frankreich, wie eine aktuelle Umfrage ergeben hat. Und sogar
im erzkatholischen Irland sind dies nicht einmal mehr die Hälfte der
Befragten (46%).
http://www.ots.at/redirect/redcresearch

www.kirchen-privilegien.at

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