• 24.04.2014, 11:41:23
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65 Jahre SOS-Kinderdorf

Vom ersten SOS-Kinderdorf für Kriegswaisen 1949 in Imst in Tirol zum weltweiten Engagement für Kinder und Kinderrechte in 133 Ländern.

SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner mit Kindern
im ersten SOS-Kinderdorf der Welt in Imst in Tirol. Am 25.4.1949
wurde der Verein in Innsbruck offiziell gegründet und mit den
Bauarbeiten in Imst begonnen. Heute ist SOS-Kinderdorf weltweit
tätig und spannt einen humanitären Bogen über 133 Länder, quer über
alle Religionen, Kulturen und Gesellschaften hinweg

Utl.: Vom ersten SOS-Kinderdorf für Kriegswaisen 1949 in Imst in
Tirol zum weltweiten Engagement für Kinder und Kinderrechte in
133 Ländern. =

Innsbruck/Imst/Wien (OTS) - Am 25. April 1949 gründete eine Gruppe
junger engagierter Frauen und Männer rund um den Vorarlberger
Medizinstudenten Hermann Gmeiner in Innsbruck die "Societas
Socialis". Es war die Geburtsstunde von SOS-Kinderdorf und
gleichzeitig auch Auftakt einer globalen Erfolgsgeschichte. Heute
spannt die humanitäre Idee aus Tirol einen globalen Bogen zum Schutz
Not leidender Kinder in 133 Ländern, quer über alle Religionen,
Kulturen und Gesellschaften hinweg.

Bereits 1946/47 formierte sich in Innsbruck eine Gruppe junger
Leute rund um den Bergbauernsohn und Medizinstudenten Hermann Gmeiner
aus Alberschwende (V), um etwas gegen das große Elend vieler Kinder
in den Nachkriegsjahren zu tun: Dazu gehörten Gmeiners
Studentenkollegen Josef Jestl, Ludwig Kögl, Herbert Pfanner und Franz
Müller sowie die Frauen Maria Hofer, Herta Troger, Hedwig Weingartner
und Helene Didl als Aktivistinnen der ersten Stunde.

Gründung der "Societas Socialis" am 25.4.1949 in Innsbruck

Als Leiter der Dekanatsjugend Innsbruck lernte Hermann Gmeiner das
Elend vieler Kriegswaisen direkt kennen. Leidenschaftlich
diskutierten Gmeiner und seine MitstreiterInnen über Möglichkeiten,
etwas Konkretes dagegen zu tun und machten dafür einen wichtigen
ersten Schritt: Am 25. April 1949 fand in der Innsbrucker Hofburg im
Jugendreferat der Landesregierung die Gründungsversammlung des
Vereins "Societas Socialis" statt. Gmeiner wurde zum "Regens"
gewählt. Er wollte der drohenden Gefahr, die in der Schutzlosigkeit
vieler Kinder liegt, nicht mit Worten, sondern mit einer Tat
entgegentreten. Diese aktiv handelnde Haltung war Gmeiner stets
wichtig: So wurde sein "Red`s nit, tuat`s was!" zum Motor und
Erfolgsgeheimnis der SOS-Kinderdorf-Arbeit in den folgenden Jahren
und Jahrzehnten.

Grünes Licht der Gemeinde Imst für Gmeiners Idee eines
SOS-Kinderdorfes

Aus den anfangs breit angelegten Plänen der Societas Socialis
entstand die Idee eines SOS-Kinderdorfes. Als Fürsprecher konnte
Gmeiner Univ. Prof. Vinzenz Neubauer, Landeshauptmannstellvertreter
Josef Anton Mayr und den Imster Bürgermeister Josef Koch, selbst ein
ehemaliges Waisenkind, gewinnen. Imst war die einzige von zehn
Gemeinden, die auf ein Schreiben von SOS-Kinderdorf reagierte und ein
Grundstück für den Bau eines SOS-Kinderdorfes günstig zur Verfügung
stellte.

Private Unterstützung und erste Spendenaufrufe ermöglichen
Baustart in Imst

Für den Start hatte Gmeiner persönlich ganze 600 Schilling zur
Verfügung. Die eigentliche Basis stellte Maria Hofer mit dem Erlös
eines Grundstückes in Igls zur Verfügung (ca. 50.000 Schilling). Erst
damit konnte Gmeiner das Grundstück kaufen und erste Spendenaufrufe
und Werbeaktivitäten finanzieren. Da er von der öffentlichen Hand
keine Mittel erhielt, wandte sich Gmeiner direkt an die Bevölkerung
und bat die Menschen um einen Schilling im Monat. Mit seiner
charismatischen Persönlichkeit und Fähigkeit, Menschen zu begeistern
war Gmeiner sehr erfolgreich. Mit Flugblättern, Infobroschüren,
persönlichen Gesprächen und ersten Spendenaufrufen in größerem Stil
brachte Gmeiner seine Botschaft unter die Leute und erhielt die
nötigen Mittel für den Bau des ersten SOS-Kinderdorfes.

Firstfeier für erstes Haus "Frieden" am 2.12.1949 und
Spatenstich für vier weitere Häuser

Am 2.12.1949 fand die Firstfeier für das erste Haus "Frieden" im
SOS-Kinderdorf in Imst statt. Am selben Tag wurde der Spatenstich für
vier weitere Häusern gefeiert. Am 28.5.1950 wurde die Societas
Socialis bei der Generalversammlung in den Verein SOS-Kinderdorf
übergeführt. 1951 wurden die ersten 40 Kriegswaisen aufgenommen. 1952
betreuten sieben SOS-Kinderdorf-Mütter 64 Kinder, 1953 lebten bereits
95 Kinder im Dorf, 1954 waren es 130.

Von Imst aus entwickelt sich in sechs Jahrzehnten ein globales
Kinderhilfswerk in 133 Ländern

Heute, 65 Jahre später, spannen die SOS-Kinderdörfer als
humanitäre Botschafter Österreichs einen Bogen um die ganze Welt.
Gmeiners Erbe ist als privates, religiös und politisch unabhängiges
Sozialwerk in 133 Ländern tätig - mit über 500 SOS-Kinderdörfern und
mehr als 1.800 begleitenden Projekten (Kindergärten,
Jugendeinrichtungen, Schulen, Ausbildungs- und Sozialzentren,
Krankenstationen, Nothilfeprogrammen). In den SOS-Kinderdörfern und
Jugendeinrichtungen haben über 82.000 Kinder und Jugendliche ein
dauerhaftes Zuhause. Von den begleitenden Einrichtungen und Familien
stärkenden Programmen profitieren jährlich mehr als zwei Millionen
junge Menschen und ihre Familien.

Als privates Sozialwerk von breiter privater Unterstützung
getragen

Knapp die Hälfte aller Einnahmen von SOS-Kinderdorf in Österreich
stammt aus privaten Beiträgen und Spenden (2012 waren es 44,8
Prozent). Nur dank dieser breiten ideellen und finanziellen
Unterstützung vieler SOS-Kinderdorf-Freunde, Paten und Partner
(Privatpersonen und Unternehmen) können die SOS-Kinderdörfer in
diesem Umfang benachteiligten jungen Menschen in Österreich und
weltweit wirksam helfen sowie Familien in sehr belastenden
Situationen stärken und begleiten. Egal, wie oft und in welcher Höhe
jemand einen Beitrag leistet, jede Spende hilft!

Allgemeines Spendenkonto: PSK 2,390.000 oder online unter
www.sos-kinderdorf.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SOS

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