- 24.04.2014, 11:02:14
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GPA-djp: Weiterhin klares Nein zur Sonntagsöffnung im Handel
Fragwürdige Allianz der Arbeitgeber im Wiener Handel mit dem Wiener Tourismus
Utl.: Fragwürdige Allianz der Arbeitgeber im Wiener Handel mit dem
Wiener Tourismus =
Wien (OTS/ÖGB) - "Unsere Position zu einer Ausweitung der
Ladenöffnungszeiten ist bekannt: Die bestehenden Ausnahmeregelungen
sind völlig ausreichend. Weitere Ausnahmeregelungen in
Tourismusgebieten sind nur dann diskutabel, wenn sie nach bestehenden
Gesetzen überhaupt erlaubt sind, sie sozialpartnerschaftlich
ausverhandelt werden und faire Rahmenbedingungen für die
Beschäftigten inkludieren", stellt Manfred Wolf, stv. Leiter des
Geschäftsbereichs Interessenvertretung in der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus (GPA-djp) zu den jüngsten
Vorstößen des designierten Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter
Ruck fest.++++
In diesem Sinne sei die mediale Ankündigung des designierten
Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer über eine Sonntagsöffnung
der Geschäfte verhandeln zu wollen, als wenig hilfreiche
Stimmungsmache gegen die Interessen der Beschäftigten zu werten, so
Wolf. Er ist in dieser Frage einer Meinung mit der Wiener
Stadtregierung und dem Wiener Handel, der ebenfalls keinen Bedarf
sieht und den Standpunkt vertritt, dass es keine Erweiterung der
bestehenden Regelungen brauche.
Generell sieht man die offenbar propagierte Annäherung der
Handelsvertreter mit den Tourismusvertretern in der Wiener
Wirtschaftskammer in Zusammenhang mit diesem Vorstoß in der GPA-djp
skeptisch und es stelle sich auch die Frage, was den
Handelsvertretern der WKO in Wien die Sozialpartnerschaft zukünftig
wert sei, fragt sich Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der
GPA-djp.
Den Wiener Tourismusvertretern rät Proyer: "Es wäre zielführender,
bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 200.000
Beschäftigten in der Hotellerie und im Gastgewerbe Österreichs, die
von den Arbeitgebern vor zwei Tagen abgebrochen worden sind, ihren
Einfluss für einen vernünftigen Abschluss geltend zu machen, statt
die Verschlechterung der Arbeitszeitbedingungen der
Handelsbeschäftigten zu pflegen. Mit uns wird es keine Sonntagsarbeit
im Handel geben."
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