• 24.04.2014, 11:00:17
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Immer mehr Risikoschwangerschaften: Patientinnensicherheit als Herausforderung für Geburtshilfe und Anästhesie

Wien (OTS) - Die Zahl von Risikoschwangerschaften nimmt zu. Die
Gründe: Werdende Mütter werden immer älter, es gibt immer mehr
Schwangere mit Diabetes oder Adipositas sowie
Herz-Kreislauferkrankungen. Daher ist eine noch intensivere
Zusammenarbeit diverser medizinischer Fächer während der
Schwangerschaft und bei der Geburt nötig. Das betonten Klaus
Markstaller, Leiter der Klinik für Anästhesie, allgemeine
Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien, und Peter
Husslein, Leiter der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der
MedUni Wien, bei einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag
anlässlich des geburtshilflich-anästhesiologischen Symposiums am 25.
und 26. April in Wien.

Bei dieser Veranstaltung treffen sich renommierte, internationale und
nationale ExpertInnen verschiedener Disziplinen, um gemeinsam
Strategien und Standards in der Versorgung zu entwickeln und zu
diskutieren. Markstaller: "Das Ziel ist eine höhere Sicherheit der
Patientinnen."

Die so genannten Begleiterkrankungen der Schwangeren erfordern nicht
nur die enge Zusammenarbeit der Kernfächer Geburtshilfe und
geburtshilfliche Anästhesie, sondern machen es notwendig, auch andere
Fachdisziplinen in die moderne Perinatalmedizin einzubinden. Wie
wichtig es ist, verschiedene Fächer zu involvieren, zeigt die
Tatsache, dass sich die Müttersterblichkeit aus kardialen Gründen in
der industrialisierten Welt während der letzten Jahre verdoppelt hat.

"Dem Fortschritt der modernen Medizin ist es zu verdanken, dass
Schwangerschaft, Geburt und Familie für zahlreiche Frauen trotz
essenzieller Begleiterkrankungen möglich wurde", sagt der Experte der
MedUni Wien. Der gesellschaftliche Wandel hin zu späteren
Schwangerschaften stellt die Geburtshilfe vor neue Herausforderungen.
Die Zahl werdender Mütter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen
nimmt daher zu. So sind Schwangerschaften und Geburten bei Frauen,
die an Diabetes, Adipositas oder Herzkreislaufschwächen leiden, mit
zusätzlichen Risiken verbunden, die Mutter und Kind gefährden.

An der MedUni Wien/AKH Wien landen viele solcher Spezialfälle.
"Geburten, die von Komplikationen begleitet sein könnten, verlangen
nach raschen Reaktionsmöglichkeiten. Vor allem die Behandlung von
Hochrisikofällen braucht neben der optimalen Ausstattung ein
eingespieltes multidisziplinäres Team", weiß Husslein. "Spezielle
Notfallsituationen müssen trainiert werden."

Zweites Österreichisches Geburtshilflich-anästhesiologisches
Symposium in Wien

Um die Sicherheit der Patientinnen zu verbessern, ist ein Dialog der
handelnden Fachrichtungen eingerichtet worden, dem das
Österreichische Geburtshilflich- anästhesiologische Symposium als
Plattform dient. Bei der zweiten Veranstaltung dieser Art werden die
Schwerpunkte auf folgende Themen gelegt: "Herausforderungen in der
Ausbildung", "Patient Blood Management", "Der unerwartete Notfall"
sowie "Psychiatrische Erkrankungen".

Das Symposium findet am 25. und 26. April 2014 (Beginn 10 Uhr bzw.
8.30 Uhr) an der MedUni Wien (Hörsaal A, Hörsaalzentrum am Südgarten,
Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien) statt. Die Veranstaltung wird von
der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und
Intensivmedizin, der Universitätsklinik für Frauenheilkunde (beides
MedUni Wien/AKH Wien), der Abteilung für Anästhesie und operative
Intensivmedizin (AKH Linz) und der Abteilung für Gynäkologie und
Geburtshilfe (Landes-, Frauen- und Kinderklinik Linz) organisiert.

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