Prominente Frauen unterstützen "Fakten helfen!"

Wien (OTS) - Starke weibliche Unterstützung für die Bürgerinitiative "Fakten helfen!" der aktion leben österreich: Mit Christine Marek, Martina Leibovici-Mühlberger und Hildegunde Piza sprechen sich drei prominente Frauen für die anonyme Erhebung von Zahlen und Erforschung von Motiven zu Schwangerschaftsabbrüchen aus.

Christine Marek: "Verantwortungsvolle Politik basiert auf Fakten und Zahlen!"

Familienstaatssekretärin a.D. Christine Marek unterstützt "sehr gerne und mit voller Überzeugung" die Bürgerinitiative der aktion leben mit der Forderung nach einer anonymisierten Statistik der Schwangerschaftsabbrüche und einer darauf aufbauenden Motivforschung in Österreich:

"Bereits seit vielen Jahren setze ich mich für diese Anliegen ein, da ich der Überzeugung bin, dass nur eine auf konkreten Fakten und Zahlen basierende Politik eine verantwortungsvolle im Sinne der Betroffenen ist. Dass dabei größtmögliche Sensibilität und Datenschutz ein Muss sind, ist klar, insbesondere da die Betroffenen ohnehin in einer Ausnahmesituation sind. Dies darf aber niemals als Argument gegen bessere Rahmenbedingungen (dazu gehören Fakten) angeführt werden, was derzeit aber leider der Fall ist."
Christine Marek machte bereits 2009 als Staatssekretärin auf das in Europa nahezu einzigartige Fehlen einer Statistik über Schwangerschaftsabbrüche aufmerksam. Dass Österreich bewusst auf konkrete Daten zur Verbesserung der Rahmen-bedingungen von Frauen im Schwangerschaftskonflikt verzichtet, ist für sie nach wie vor unverständlich. Da es keine Statistik zum Schwangerschaftsabbruch gibt, fehlen sämtliche Informationen, die notwendig wären, um die Rahmenbedingungen zielgerichtet und nachhaltig zu verbessern. Die Fristenregelung steht für Christine Marek so wie für die aktion leben ganz klar außer Streit.

Hildegunde Piza: "Anonyme Statistik mehr als vernünftig"

Auch die Chirurgin Univ.-Prof. Dr. Hildegunde Piza unterstützt "Fakten helfen!" und damit die Forderungen der aktion leben nach einer seriösen Datenerhebung über Schwangerschaftsabbrüche. Anonyme Statistiken darüber, wie viele Abtreibungen vorgenommen werden, seien in vielen europäischen Ländern selbstverständlich. Dass es sie in Österreich nicht gibt, hält Piza für inakzeptabel: "Jede Hüft- und Knieoperation, jede Blinddarmentfernung muss nach klaren Vorgaben im zentralen ÖBIG-Register gemeldet werden. Auch ein Schwangerschaftsabbruch ist ein invasiver Eingriff, noch dazu einer mit einer hohen psychischen und sozialen Komponente sowie schwerwiegenden, mitunter auch seelischen Folgen für die Betroffenen. Es wäre also mehr als vernünftig, nach 40 Jahren Säumigkeit diese Daten statistisch zu erfassen und offenzulegen. Nur wer die Fakten und Motive kennt, kann helfen und Lösungen anbieten."

Martina Leibovici-Mühlberger: "Freiheit jeder Frau ein hohes Anliegen"

Ebenso schließt sich Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger den Forderungen von aktion leben an. Die bekannte Gynäkologin, Psychotherapeutin und Geschäftsführerin der ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH verweist auf ihre Erfahrung in der Begleitung von Frauen: "Als Gynäkologin und Psychotherapeutin habe ich Frauen in den unterschiedlichsten Phasen und auch Lebenssituationen ihres reproduktiven Zyklus begleitet. Die Freiheit der persönlichen Entscheidung jeder Frau ist mir ein hohes Anliegen. Gleichwohl erscheint es mir, dass in unserer Gesellschaft mit ihrem reduktionistischen materialistischem Weltbild und ihrem Machbarkeitswahn das Geschenkhafte einer Schwangerschaft immer mehr in den Hintergrund zu rücken droht", so Leibovici-Mühlberger.

Mehr zu "Fakten helfen!" finden Sie auf www.fakten-helfen.at. Dort gibt es auch Unterschriftenbögen zum Herunterladen.

Rückfragen & Kontakt:

aktion leben österreich
Mag. Martina Kronthaler
Telefon: 01/512 52 21-16
E-Mail: martina.kronthaler@aktionleben.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKL0001