Kfz-Versicherungen im Autohaus - selten die günstigste Lösung

Neun Polizzen im VKI-Vergleich, große Prämienunterschiede

Wien (OTS/VKI) - Die Kfz-Versicherung direkt beim Autohändler abzuschließen ist bequem - aber ist es auch günstig? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Angebote und Prämien von neun Autohäusern mit den Preisen von Versicherungsplattformen und Online-Anbietern verglichen. Das Ergebnis: Nur ein einziges Autohaus schnitt günstiger ab als vergleichbare Angebote aus dem Internet. Bei den anderen lagen die Prämien zum Teil mehrere hundert Euro über denen der Online-Anbieter und Vergleichsplattformen. Die Testergebnisse im Detail sowie weitere Informationen gibt es online unter www.konsument.at und ab 24.04. im Mai-KONSUMENT.

"Auto und Versicherung gleich im Paket mit nach Hause zu nehmen, mag verlockend sein. Die Bequemlichkeit hat jedoch ihren Preis", betont VKI-Versicherungsexpertin Gabi Kreindl. Die Prämienunterschiede für gleiche Modelle seien groß, Differenzen von jährlich bis zu 700 Euro möglich. "Wer das erstbeste Angebot aus dem Autohaus nimmt, zahlt also unter Umständen ordentlich drauf."

Auch was die Beratung betrifft, müssen im Autohaus Abstriche gemacht werden. Obwohl die Verkaufsgespräche im aktuellen Test angenehm abliefen und die Verkäufer gut über ihre Modelle Bescheid wussten, dürfen Konsumentinnen und Konsumenten keine umfassende Versicherungsberatung erwarten. "Autohäuser arbeiten jeweils mit bestimmten Versicherern oder Maklern zusammen", erklärt Kreindl. "Für sie sind die Polizzen eher ein Zusatzservice und damit ein Instrument zur Kundenbindung."

KONSUMENT-Tipps:

- Angebote vergleichen. Wer sich nicht selbst mit komplizierten Tarifen beschäftigen möchte, wendet sich am besten an einen unabhängigen Versicherungsmakler. Er kann auch dabei helfen, bestehende Polizzen auf Aktualität und Eignung zu kontrollieren.

- Keine Zusätze. Wer bereits im Autohaus eine Kfz-Versicherung abschließen möchte, sollte auf eine "sortenreine" Polizze achten. Eine Insassenunfallversicherung ist überflüssig, Kfz-Rechtsschutz erfordert Beratung.

- Jahresprämie statt monatliche Zahlung. Monatlich, viertel- oder halbjährlich zu zahlen, ist teurer, als die Kfz-Versicherungsprämie einmal im Jahr zu begleichen. Selbst wenn der Versicherer keinen Prämienzuschlag für monatliche Zahlung verlangt, fällt bei letzterer die motorbezogene Steuer höher aus ("Unterjährigkeitszuschlag"). Leider wird nur selten darauf hingewiesen.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Kfz-Versicherungen im Autohaus gibt es unter www.konsument.at sowie ab dem 24.04. in der Maiausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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