- 21.04.2014, 11:11:47
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AKV-Kukacka: Besondere Rücksicht auf verfolgte syrische Christen bei Asylaufnahme gerechtfertigt
Christen im Nahen Osten haben ein Menschenrecht dort leben zu können.
Utl.: Christen im Nahen Osten haben ein Menschenrecht dort leben zu
können. =
Wien (OTS) - Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV)
begrüßt die Ankündigung von Innenministerin Mikl-Leitner, dass
Österreich zu den bereits zugesagten 500 Flüchtlingen weitere 1.000
Asylsuchende aus Syrien aufnehmen wird.
Dass neben "besonders Schutzbedürftigen, vor allem Frauen und
Kindern wieder besondere Rücksicht auf verfolgte Christen genommen
wird" (Mikl-Leitner), wird von diesen Flüchtlingen sicherlich als
"österliche Frohbotschaft" aufgenommen werden. Denn diese
zusätzlichen Aufnahmen sind ein wichtiger Akt der Solidarität und
humanitären Hilfe für eine Bevölkerungsgruppe, die in Syrien - wie
zuvor schon im Irak - zwischen die Fronten der Konfliktparteien
geraten ist und auch wegen ihrer Religionszugehörigkeit weitgehend
schutzlos ist, erklärte heute AKV-Präsident Helmut Kukacka.
Mehr als eine halbe Million - das ist rund ein Drittel aller
Christen in Syrien - sind entweder Binnenflüchtlinge oder ins Ausland
geflüchtet. Laut der Zeitschrift von Christian Solidarity
International (CSI) "Christen in Not" (März 2014) sind bereits mehr
als 4.000 Christen ermordet worden. "Die christlichen Bewohner in die
Immigration zu zwingen, gehört zum Versuch radikal-islamistischer
Kampfgruppen, Syrien in einen islamistischen Staat zu verwandeln, der
auf die Religion gegründet ist", meint etwa Mariah Saadeh,
christliche Abgeordnete im syrischen Parlament zur Lage der Christen
(CSI - Christen in Not, Nr. 2, März 2014).
Diese politische Entwicklung zeigt, dass die Christen zu den
Hauptleidenden zählen, weil sie Gefahr laufen, in ihrer Heimat keine
Perspektive und keine Zukunftschance mehr zu haben. Christen haben
aber ein Menschenrecht auch künftig friedlich im Nahen Osten leben zu
können. Dort waren Christen lange vor der Ankunft des Islam im 7.
Jahrhundert präsent. Sie müssen deshalb von Europa geschützt und
unterstützt werden und es müssen im Rahmen der politischen
Friedensbemühungen alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen
werden, dass sie auch in Zukunft in ihren angestammten Regionen leben
können, fordert Kukacka.
Die ganz besondere Schutzbedürftigkeit der Christen als religiöse
Minderheit sollte unbestritten sein, trotz manch früherer Kritik
wegen ihrer angeblichen Bevorzugung. Und ebenso sollte unbestritten
sein, dass wegen der gemeinsamen kulturellen und religiösen Wurzeln
im Christentum, die Fähigkeit und die Bereitschaft der syrischen
Christen zur Integration in die europäische Gesellschaft auch dann
gegeben ist, wenn sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können,
schloss Kukacka.
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