Neues Volksblatt: "Lehren ziehen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 18. April 2014

Linz (OTS) - Bemerkenswert ist es schon, dass ausgerechnet dort, wo es um die Vermittlung von Inhalten geht, innerhalb weniger Jahre massive Kommunikationsdesaster passieren. Würden Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht nur annähernd so agieren wie die Ministerinnen Claudia Schmied und Gabriele Heinisch-Hosek, stünde es tatsächlich schlecht um die Schule. Im Vergleich zu dem, was die beiden SPÖ-Politikerinnen im Schulbereich exerzieren, ist Frontalunterricht eine fortschrittliche pädagogische Stilrichtung.
Sozusagen "ex cathedra" teilte Schmied seinerzeit mit, die Lehrer sollten mehr arbeiten. Dass es ihr in der Folge nicht mehr gelang, ein auch nur einigermaßen tragfähiges Verhältnis zur Standesvertretung aufzubauen, darf nicht verwundern.
Schmieds unrühmliches Scheitern beim neuen Lehrerdienstrecht brachte Heinisch-Hosek ins Spiel, sie zog im Finale der Verhandlungen bereits die Fäden. Dessenungeachtet übernahm die Niederösterreicherin mit gar nicht so ausgeprägtem Vorschussmisstrauen seitens der Lehrer- und Schülerschaft ihren Ministersessel. Dass sie aber innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal schwer patzte - Stichwort Datenleck und nun die Sparmaßnahmen -, schadet einmal mehr dem gesamten Schulbereich.
Zu hoffen bleibt, dass nicht nur Heinisch-Hosek lernfähig ist, sondern die gesamte Regierung ihre Lehren aus dieser Kommunikationspanne zieht.

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