• 17.04.2014, 21:00:17
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Neues Volksblatt: "Lehren ziehen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 18. April 2014

Utl.: Ausgabe vom 18. April 2014 =

Linz (OTS) - Bemerkenswert ist es schon, dass ausgerechnet dort, wo
es um die Vermittlung von Inhalten geht, innerhalb weniger Jahre
massive Kommunikationsdesaster passieren. Würden Lehrerinnen und
Lehrer im Unterricht nur annähernd so agieren wie die Ministerinnen
Claudia Schmied und Gabriele Heinisch-Hosek, stünde es tatsächlich
schlecht um die Schule. Im Vergleich zu dem, was die beiden
SPÖ-Politikerinnen im Schulbereich exerzieren, ist Frontalunterricht
eine fortschrittliche pädagogische Stilrichtung.
Sozusagen "ex cathedra" teilte Schmied seinerzeit mit, die Lehrer
sollten mehr arbeiten. Dass es ihr in der Folge nicht mehr gelang,
ein auch nur einigermaßen tragfähiges Verhältnis zur
Standesvertretung aufzubauen, darf nicht verwundern.
Schmieds unrühmliches Scheitern beim neuen Lehrerdienstrecht brachte
Heinisch-Hosek ins Spiel, sie zog im Finale der Verhandlungen bereits
die Fäden. Dessenungeachtet übernahm die Niederösterreicherin mit gar
nicht so ausgeprägtem Vorschussmisstrauen seitens der Lehrer- und
Schülerschaft ihren Ministersessel. Dass sie aber innerhalb kurzer
Zeit gleich zweimal schwer patzte - Stichwort Datenleck und nun die
Sparmaßnahmen -, schadet einmal mehr dem gesamten Schulbereich.
Zu hoffen bleibt, dass nicht nur Heinisch-Hosek lernfähig ist,
sondern die gesamte Regierung ihre Lehren aus dieser
Kommunikationspanne zieht.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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