- 08.04.2014, 08:57:12
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Justizminister und Ärztekammer für "Fakten helfen!"
8.4.2014 - Prominente Unterstützung für die Bürgerinitiative "Fakten helfen!" der aktion leben.
Utl.: 8.4.2014 - Prominente Unterstützung für die Bürgerinitiative
"Fakten helfen!" der aktion leben. =
Wien (OTS) -
Ärztekammer für empirisch gesicherte Daten zu
Schwangerschaftsabbrüchen
"In Österreich verfügen wir derzeit über eine äußerst dürftige
Datenlage - de facto liegen uns nur Schätzungen vor, die von 30.000
bis 60.000 Abtreibungen jährlich ausgehen. Eine zentrale Erfassung
der Abbrüche und der Motive gibt es derzeit nicht, wäre aber im Sinne
einer evidenzbasierten Medizin wünschenswert." Dies betonte Dr. Karl
Forstner, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, bei der
Auftaktveranstaltung der aktion leben zur Bürgerinitiative "Fakten
helfen!".
Der unabhängige Verein aktion leben fordert mit seiner
Bürgerinitiative eine anonyme Statistik sowie die regelmäßige
Erforschung der Motive von Schwangerschaftsabbrüchen. "Die Medizin
ist auf verlässliche Daten angewiesen. Insofern ist es natürlich auch
sinnvoll, Daten zum Thema Schwangerschaftsabbruch zu erheben, wie
dies in Deutschland und der Schweiz bereits seit mehreren Jahren
getan wird", betonte Dr. Forstner. Im Namen der Ärztekammer sprach
er sich für eine seriöse Datenerhebung zu Schwangerschaftsabbrüchen
aus.
Auch Justizminister Univ.Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter
unterstützt die Initiative
Auch Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter sprach sich auf der
Auftaktveranstaltung zur Bürgerinitiative "Fakten helfen!" für eine
Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und eine Erforschung der
Motive aus. "Es ist wichtig für die Politik, empirische Daten zu
haben. Um helfen zu können, muss man wissen, warum jemand in die
Situation gekommen ist", betonte der Bundesminister.
"Bei der Initiative geht es genau um das Richtige. Was Sie
erreichen wollen, ist die Grundlage an empirischen Daten für
treffsichere Hilfsangebote", meinte Brandstetter Richtung aktion
leben. "Es braucht niemand zu befürchten, dass die
Entscheidungsfreiheit der Frau in Frage gestellt wird", betonte der
Justizminister.
"Wichtig ist, dass erstmals alle Daten gesammelt und
ausgewertet werden"
"Frauen werden mit einer Statistik nicht belästigt", stellt die
Generalsekretärin der aktion leben, Mag. Martina Kronthaler, nochmals
klar. Bei der Statistik sind die Ärztinnen und Ärzte
berichtspflichtig, nicht die Frauen. Es sollen nur die Daten erfasst
und für die zentrale Auswertung gesammelt werden, die ohnehin im
Rahmen einer Anamnese anfallen. "Sammlung und Auswertung soll über
das Statistische Zentralamt erfolgen, die für eine vollständige und
seriöse Datensammlung und Auswertung garantieren", so die aktion
leben Generalsekretärin.
Kronthaler verweist auf die Expertise in anderen Ländern, in denen
die Datenerhebungen in Kooperation mit den Ärztinnen und Ärzten
problemlos durchgeführt werden. "Die Daten sind eine Einbahnstraße in
Richtung Statistisches Zentralamt", betonte dazu die Verantwortliche
für die Abbruch-Statistik in Deutschland, Dipl.Math. Evelyne Laue. Es
gäbe keinen Rückschluss von Abbrüchen auf einzelne Frauen oder
einzelne Krankenhäuser oder Ambulatorien. "Wir haben ein gutes
Einvernehmen mit den Ärztinnen und Ärzten auf der Basis von
gegenseitigem Vertrauen", betont die Statistikerin.
Mehr zur Bürgerinitiative "Fakten helfen!" finden Sie auf der
Kampagnenhomepage www.fakten-helfen.at.
Fotos zum Herunterladen finden Sie auf www.fakten_helfen.at
(insbesondere im Download-Bereich).
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