- 07.04.2014, 19:00:32
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DER STANDARD - Kommentar: "Authentische Vertretung" von Michael Völker
Streit um Andreas Mölzer (Ausgabe vom 8/4/2014)
Utl.: Streit um Andreas Mölzer (Ausgabe vom 8/4/2014) =
Wien (OTS) - Andreas Mölzer ist ein politischer Widerling, der offen
rassistische Thesen vertritt. Politische Korrektheit ist nicht
seines. Im Gegenteil: Er steht für den rechten und extrem rechten
Rand der FPÖ - und damit auch unserer Gesellschaft. Er provoziert
gerne, aber im Grunde steht er für das ein, was ihm wichtig ist: der
Erhalt der deutschen Rasse. Er warnt vor der "Umvolkung", sagt jetzt
"Ethnomorphose" dazu, kokettiert immer wieder mit der Begrifflichkeit
des "Dritten Reichs".
Das ist kein neuer Zug an Andreas Mölzer, das ist An█dreas Mölzer. Er
will nicht anders, kann nicht anders. Das wussten die FPÖ und ihr
Chef Heinz-Christian Strache, als sie Mölzer zum Spitzenkandidaten
für die EU-Wahl machten. Das war ja auch ein Signal an ihre Wähler,
und Mölzers Rülpser waren wohl auch der Versuch, die EU-faule
Stammklientel doch noch zu mobilisieren.
Vielleicht hat Mölzer lauter gerülpst, als Strache das lieb war. Der
FPÖ-Chef versucht ja den Spagat zwischen Rabauke und Staatsmann. Dass
Mölzer den Fußballerstar David Alaba aus rassistischem Dünkel
herabwürdigte, war auch Strache zu viel █- mit Blick auf die jungen
Wähler.
Ein Rückzug Mölzers scheint aber unwahrscheinlich. Die FPÖ hatte in
diesem dahinplätschernden Wahlkampf keine Inhalte - außer der Person
Mölzer. Also wird die Partei wohl zu ihrem Kandidaten stehen müssen.
Ihr Problem: Mölzer vertritt die FPÖ authentischer, als ihr lieb ist.
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