• 07.04.2014, 13:38:22
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Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bei Eröffnung des Hermann-Langbein-Symposiums in der AK

Linz (OTS) - In der AK Linz wurde am heutigen Montag das
Hermann-Langbein-Symposium eröffnet, das bis 11. April hochwertige
Referate und Diskussionen zum Nationalsozialismus und seinen
aktuellen Bezügen bietet. An der Eröffnung beteiligten sich mehr als
300 Schüler/-innen und Lehrer/-innen mit verschiedenen
Präsentationen. Es sprachen Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, der
Generalsekretär des Internationalen Mauthausen Komitees, Mag. Andreas
Baumgartner, und der oö. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Das jährliche Symposium in der AK OÖ ist nach dem
Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebenden Prof. Hermann Langbein
(1912 - 1995) benannt.

Klarer Auftrag, Faschismus zu bekämpfen
"Veranstaltungen wie das Hermann-Langbein-Symposium stehen für eine
Wahrnehmung der NS-Verbrechen, die über gedankenlose Rituale und
Lippenbekenntnisse hinausgeht", betonte AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer bei seiner Begrüßung im Kongresssaal der AK Linz. "Es
genügt nicht zu wissen, dass Millionen feige ermordet wurden - dieses
Wissen muss uns Vermächtnis und klarer Auftrag sein, Faschismus,
Rassismus und Antisemitismus unermüdlich zu bekämpfen."

In seiner Rede gedachte Mag. Andreas Baumgartner, der
Generalsekretär des Internationalen Mauthausen Komitees, des
Widerstandskämpfers und Mauthausen-Chronisten Hans Marsálek (1914 -
2011), der heuer im Juli 100 Jahre alt wäre. "Der überzeugte
NS-Gegner Marsálek wurde 1941 verhaftet und im September 1942 in das
KZ Mauthausen deportiert. Als Lagerschreiber gewann er Einblick in
die dort begangenen Verbrechen, als führendes Mitglied des
Lagerwiderstandes konnte er Hilfe für viele Häftlinge organisieren",
würdigte Baumgartner Marsáleks Mut und Solidarität. "Nach dem Krieg
widmete sich Marsálek der antifaschistischen Aufklärung, indem er
NS-Verbrechen in zahlreichen Publikationen dokumentierte. Er leitete
über viele Jahre die KZ-Gedenkstätte Mauthausen und war maßgeblich am
Aufbau des Mauthausen Komitees beteiligt."

Gute Zukunft ohne Krieg und Diktatur
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer stellte fest: "Wir haben die
Verpflichtung, aus der grausamen nationalsozialistischen
Vergangenheit zu lernen. Deshalb gilt es, die Menschenrechte zu
verteidigen, die Demokratie zu stärken und den Frieden zu sichern.
Eine wichtige Säule der Friedenssicherung ist die Europäische Union,
die auch für Österreich eine gute Zukunft ohne kriegerische Konflikte
und Diktatur ermöglicht."

Zeitzeugen-Bücher für sechs Schulklassen
Am Ende der Eröffnung, die von Schülern/-innen des BRG Rohrbach
musikalisch umrahmt wurde, überreichten Bundespräsident Fischer und
AK-Präsident Kalliauer an sechs Schulklassen die Bücher "Die Freiheit
kam im Mai", "Ihr sollt die Wahrheit erben" und "Auch auf dich wartet
eine Mutter".

Heute, Montag, wird um 18.30 Uhr im Kongresssaal der AK in Linz
der Film "Erschlagt mich, ich verrate nichts! - Käthe Sasso,
Widerstandskämpferin" von Kurt Brazda gezeigt. Käthe Sasso (88) wird
anwesend sein und nach dem Film für ein Gespräch zur Verfügung
stehen. Der Eintritt ist frei.

Ein Foto zur Veranstaltung ist in druckfähiger Qualität unter
ooe.arbeiterkammer.at zum Herunterladen bereitgestellt.

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