• 04.04.2014, 19:46:31
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Neues Volksblatt: "Verkehrsberuhigt" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 5. April 2014

Utl.: Ausgabe vom 5. April 2014 =

Linz (OTS) - Laut Aussage der Salzburger Verkehrslandesrates Hans
Mayr landen "54 Prozent der verkehrsrelevanten Einnahmen in
Österreich in Wien". Anders gesagt: Acht Bundesländer werden mit
weniger als der Hälfte der verkehrsrelevanten Einnahmen abgespeist.
Damit ist schon erklärt, warum Verkehrsprojekte in den Ländern viel
mühsamer auf die Füße zu stellen sind als in der Bundeshauptstadt.
Dort wünscht sich die Rathaus-SPÖ eine neue U-Bahn - wohl wissend,
dass der Bund dafür tief in die Tasche greifen muss. Wenn
Oberösterreich einen Linzer Westring braucht oder eine zweite
Straßenbahnachse in der Landeshauptstadt, dann hat das Zieren, was
die Bundesfinanzierung betrifft, kein Ende.
Weil Not erfinderisch macht, rufen jetzt ein paar
Bundesländervertreter (insbesondere rote) nach der flächendeckenden
Lkw-Maut. Als hätte man den Bürgern - und sie zahlen am Ende des
Tages jede Belastung, die man einer Wirtschaftsbranche aufbürdet -
zuletzt nicht schon genug zugemutet, soll schon wieder an der
Einnahmenschraube gedreht werden. Wobei es in diesem Fall nicht nur
ums Blechen geht, sondern auch um eine andere mögliche Folgewirkung:
Wenn es zu teuer wird, den ländlichen Raum zu versorgen, dann wird -
wie von Bahn und Post schon vorexerziert - dicht gemacht, was man
sich nicht mehr leisten will. Dafür hat man dann
(Lkw-)verkehrsberuhigte Zonen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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