- 02.04.2014, 11:18:28
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Greenpeace-Report: Apple und Facebook führend, Schlusslichter Amazon und Twitter
Internet-Unternehmen müssen zu 100% auf erneuerbare Energieträger umsteigen
Utl.: Internet-Unternehmen müssen zu 100% auf erneuerbare
Energieträger umsteigen =
Wien (OTS) - Immer mehr IT-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google
verpflichten sich dazu, ihre Dienste in Zukunft nur noch mit Strom
aus erneuerbaren Energieträgern zu betreiben. Damit hängen sie
andere, wie Amazon Web Services, die ihre Infrastruktur immer noch
mit umweltbelastender Energie betreiben, weit ab. Das ist das
Ergebnis des heute von Greenpeace veröffentlichten Cloud Computing
Reports "Clicking Clean":"Apple, Facebook und Google tragen mit ihrem
Wechsel zu erneuerbaren Energieträgern auch zu einem Wandel in der
realen Welt bei", so Claudia Sprinz, Greenpeace Elektronik-Expertin.
"Amazon verweigert indessen standhaft Informationen zu seinem
Energie-Fußabdruck offenzulegen und Twitter zeigt keinerlei
Bemühungen in Richtung erneuerbare Energien. IT-Unternehmen sollten
ihre Verantwortung wahrnehmen und zu 100 % auf Erneuerbare
umsteigen", ist Sprinz überzeugt.
Greenpeace hat bereits zum vierten Mal führende Cloud
Computing-Anbieter hinsichtlich ihrer Energieproduktion unter die
Lupe genommen. Diesmal wurde die Untersuchung auf 19 Unternehmen mit
rund 300 Rechenzentren erweitert. Amazon Web Services, die Daten
vieler populärer Betreiber wie Pinterest oder Spotify hostet,
schneiden besonders schlecht ab. Ihre Rechenzentren beziehen 28%
Strom aus Kohlekraft, 27% Atomstrom, 25% Strom aus Gaskraftwerken und
nur 15% des Strombedarfs stammt von erneuerbaren Energieträgern. An
erster Stelle steht Apple, das seine iCloud mittlerweile zu 100% mit
Strom aus erneuerbaren Energieträgern versorgt. Apple betreibt in
seinem Rechenzentrum in North Carolina die größte private
Photovotaik-Anlage der Vereinigten Staaten. Facebook hat seinen
Energieanbieter dazu verpflichtet, seine Rechenzentren mit
Windenergie zu versorgen. Die rasch wachsenden Business-to-Business
IT-Unternehmen Rackspace und Salesforce haben sich Apple, Facebook
und Google 2012 angeschlossen und wollen ihre Betriebe mit 100% Strom
aus erneuerbaren Energieträgern versorgen. Im B2B-Bereich hat
Greenpeace zum ersten Mal auch Serverhousing-Anbieter unter die Lupe
genommen. Diese Unternehmen vermieten nicht die Geräte, also die
Server-Hardware, sondern den Platz und die Infrastruktur in ihren
Rechenzentren. Leider nutzen noch wenige dieser Anbieter erneuerbare
Energieträger zur Stromversorgung ihrer Rechenzentren, bei den
meisten fehlt es ebenso an Transparenz hinsichtlich ihres
Energie-Fußabdrucks.
Beim Cloud Computing laufen Dienste und Programme vorwiegend über die
"virtuelle Wolke". Je mehr Menschen diese Dienste via Smartphone,
Tablet Computer oder PC nutzen und so mit dem Internet verbunden
sind, desto höher sind die Datenströme und desto mehr Energie wird in
den weltweiten Rechenzentren benötigt. Wäre das Internet ein Land, so
wäre es beim Stromverbrauch weltweit an sechster Stelle.
Brancheninsider erwarten, dass sich die Internet-Daten von 2012 bis
2017 verdreifachen werden. "Der rasche Wechsel von Apple zu
Erneuerbaren Energieträgern innerhalb der letzten 24 Monate hat klar
gemacht, warum das Unternehmen eines der innovativsten und
beliebtesten ist. Weitere Unternehmen, wie Amazon oder Twitter müssen
dringend nachziehen und auf 100% Erneuerbare umsteigen", so Sprinz
abschließend.
Den Report finden Sie unter
http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Reports/um
weltgifte_cloudComputing_clickingClean_140402.pdf
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