• 31.03.2014, 08:41:58
  • /
  • OTS0009 OTW0009

Nicht jeder Jungvogel braucht Hilfe!

Wien (OTS) - Die gefährlichste Zeit für Jungvögel beginnt. Nicht nur,
weil sie fliegen und sich eigenständig zu versorgen lernen müssen,
sondern, weil sie oft von übereifrigen TierfreundInnen eingesammelt
und ins Wiener Tierschutzhaus transportiert werden. In vielen Fällen
ist die gutgemeinte Hilfe aber voreilig!

Die Entscheidung, ob Jungvögel in der jeweiligen Situation
wirklich Hilfe brauchen, ist nicht leicht, daher einige Expertentipps
aus dem Wiener Tierschutzverein:

Zuerst ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich bei dem
Jungvogel um einen sogenannten Nestling oder Ästling handelt.
Nestlinge sind nackt und blind. Sie sind vor Kurzem auf die Welt
gekommen und gehören ins Nest der Eltern, wo sie auch gut versorgt
werden.

Fällt ein Nestling aus dem Nest braucht er unbedingt rasche Hilfe!
Solche Jungtiere können einfach zurück in das Nest gelegt werden.
Keine Angst vor Körperkontakt, die Eltern werden weiterhin die
Jungtiere annehmen.

Mit der Zeit wird der Jungvogel vom Nestling zum Ästling. Das
Vögelchen hat bereits Federn, kann fliegen, bettelt aber immer noch
bei seinen Eltern um Futter und wird von diesen auch ausreichend
versorgt. Oft sitzt der Jungvogel allein oder in der Nähe seiner
Geschwister auf dem Boden oder in einem Gebüsch. Durch ständiges
Rufen nach den Eltern lässt sich seine Position für Fressfeinde
leicht ausmachen. Bei Gefahr flüchten Ästlinge nicht, sondern sie
verhalten sich ruhig und bewegen sich nicht. In dieser Zeit werden
oft scheinbar hilflose Jungtiere von Menschen eingesammelt.

Wenn der Ästling einen gesunden Eindruck macht, empfiehlt es sich
ihn zunächst aus größerer Entfernung für ein paar Stunden zu
beobachten. In den meisten Fällen sieht man bald, dass die
Vogeleltern vorbeikommen und ihn versorgen.

Hier ein wichtiger Hinweis: Diese Tiere brauchen meistens keine
menschliche Hilfe!

Finden Sie allerdings einen verletzten Nestling, Ästling oder
ausgewachsenen Vogel, suchen Sie bitte schnellstmöglich einen
Tierarzt auf, bringen Sie das Tier in das Wiener Tierschutzhaus nach
Vösendorf oder verständigen Sie die Tierrettung des Wiener
Tierschutzvereins, die für solche Fälle rund um die Uhr bereit steht.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WTV

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel