- 28.03.2014, 10:04:57
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Zehn Organisationen unterzeichnen Bodencharta 2014: Damit wir den Boden unter den Füßen nicht verlieren
Täglich gehen 22,4 Hektar Boden verloren - Neue Allianz zum Schutz unserer Böden
Utl.: Täglich gehen 22,4 Hektar Boden verloren - Neue Allianz zum
Schutz unserer Böden =
Wien (OTS) - Auf Initiative des Ökosozialen Forums unterzeichneten
gestern neun weitere Organisationen - Klimabündnis, Gemeindebund,
Lebensministerium, Landwirtschaftskammer Österreich, Umweltbundesamt,
die Österreichische Hagelversicherung, Handelsverband,
Bundesforschungszentrum für Wald und b5-corporate soil competence -
die Bodencharta 2014. Alle Organisationen bekennen sich damit dazu,
den massiven Bodenverbrauch stoppen und die Ressource Boden
nachhaltig schützen zu wollen. ****
"Der durchschnittliche Bodenverbrauch liegt bei 22,4 Hektar pro
Tag. Das entspricht der Größe von 31 Fußballfeldern. Dieses
besorgniserregende Ausmaß zeigen wir auf und nehmen es zum Anlass,
uns nun verstärkt dem Kampf gegen die Versiegelung unserer
Lebensgrundlage zu widmen. Mit unserer Bodencharta wollen wir
wichtige Stakeholder dazu motivieren, mit nicht-bebauten und
ertragreichen Flächen sorgsam umzugehen", so der Präsident des
Ökosozialen Forums Stephan Pernkopf anlässlich der Unterzeichnung,
bei der auch die Generalsekretärin der UN-Konvention zur Bekämpfung
der Wüstenbildung (UNCCD) Monique Barbut dabei war.
"Auf europäischer Ebene wird der Bodenversiegelung mit ernster
Sorge begegnet. In den letzten Jahrzehnten sind die Stadtflächen in
der EU um knapp 80 Prozent gestiegen, die Bevölkerungszahl aber nur
um 30 Prozent. Um den größten Kohlenstoffspeicher der Welt zu
erhalten, braucht es verstärkt europaweite Ansätze. Die
LIFE-Programme der EU sind dabei ein richtiger Weg. Millionen von
Euro sind dadurch bereits zurück nach Österreich geflossen, um unsere
Böden zu erhalten und die Biodiversität zu fördern. Hier müssen wir
auch weiterhin ansetzten und EU-Gelder abholen", ergänzt die
Abgeordnete zum Europäischen Parlament Elisabeth Köstinger.
Die Bodencharta 2014 zielt unter anderem darauf ab, den Wert des
Bodens einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen. Weiters soll
das Thema Bodenschutz auch bei Großprojekten - die insbesondere einer
Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen - Beachtung finden. Die
unterzeichnenden Organisationen bekennen sich mit der Charta auch
dazu, Ortskerne zu beleben und Leerflächen zu nutzen.
Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen verbessert werden.
Pernkopf abschließend: "Ich spreche mich konkret für eine
Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aus. Die
Raumordnungsgesetze sind so anzupassen, um wirksame Instrumente gegen
den Bodenverlust zu haben - wie einige Bundesländer sie mittlerweile
schon haben. Damit soll zum Beispiel die Neuwidmung für
Einkaufszentren auf der grünen Wiese nicht mehr möglich sein."
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