Zehn Organisationen unterzeichnen Bodencharta 2014: Damit wir den Boden unter den Füßen nicht verlieren

Täglich gehen 22,4 Hektar Boden verloren - Neue Allianz zum Schutz unserer Böden

Wien (OTS) - Auf Initiative des Ökosozialen Forums unterzeichneten gestern neun weitere Organisationen - Klimabündnis, Gemeindebund, Lebensministerium, Landwirtschaftskammer Österreich, Umweltbundesamt, die Österreichische Hagelversicherung, Handelsverband, Bundesforschungszentrum für Wald und b5-corporate soil competence -die Bodencharta 2014. Alle Organisationen bekennen sich damit dazu, den massiven Bodenverbrauch stoppen und die Ressource Boden nachhaltig schützen zu wollen. ****

"Der durchschnittliche Bodenverbrauch liegt bei 22,4 Hektar pro Tag. Das entspricht der Größe von 31 Fußballfeldern. Dieses besorgniserregende Ausmaß zeigen wir auf und nehmen es zum Anlass, uns nun verstärkt dem Kampf gegen die Versiegelung unserer Lebensgrundlage zu widmen. Mit unserer Bodencharta wollen wir wichtige Stakeholder dazu motivieren, mit nicht-bebauten und ertragreichen Flächen sorgsam umzugehen", so der Präsident des Ökosozialen Forums Stephan Pernkopf anlässlich der Unterzeichnung, bei der auch die Generalsekretärin der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) Monique Barbut dabei war.

"Auf europäischer Ebene wird der Bodenversiegelung mit ernster Sorge begegnet. In den letzten Jahrzehnten sind die Stadtflächen in der EU um knapp 80 Prozent gestiegen, die Bevölkerungszahl aber nur um 30 Prozent. Um den größten Kohlenstoffspeicher der Welt zu erhalten, braucht es verstärkt europaweite Ansätze. Die LIFE-Programme der EU sind dabei ein richtiger Weg. Millionen von Euro sind dadurch bereits zurück nach Österreich geflossen, um unsere Böden zu erhalten und die Biodiversität zu fördern. Hier müssen wir auch weiterhin ansetzten und EU-Gelder abholen", ergänzt die Abgeordnete zum Europäischen Parlament Elisabeth Köstinger.

Die Bodencharta 2014 zielt unter anderem darauf ab, den Wert des Bodens einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen. Weiters soll das Thema Bodenschutz auch bei Großprojekten - die insbesondere einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen - Beachtung finden. Die unterzeichnenden Organisationen bekennen sich mit der Charta auch dazu, Ortskerne zu beleben und Leerflächen zu nutzen.

Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen verbessert werden. Pernkopf abschließend: "Ich spreche mich konkret für eine Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aus. Die Raumordnungsgesetze sind so anzupassen, um wirksame Instrumente gegen den Bodenverlust zu haben - wie einige Bundesländer sie mittlerweile schon haben. Damit soll zum Beispiel die Neuwidmung für Einkaufszentren auf der grünen Wiese nicht mehr möglich sein."

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