Mehr Sicherheit durch klare Regeln: 1 Jahr neue Wege für den Radverkehr in Österreich

Wien (OTS) - Am 31. März 2013 wurden mit einer Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) neue Regeln für den Radverkehr in Österreich geschaffen. Fahrradstraßen, Begegnungszonen, die Flexibilisierung der Radwegbenützungspflicht sowie das ausdrücklichen Verbot, ohne Freisprecheinrichtung mit dem Handy am Fahrrad zu telefonieren wurden in der österreichischen Gesetzgebung fix verankert. Wie eine aktuelle Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) zeigt, werden die neuen Regelungen durchaus positiv aufgenommen, doch noch nicht überall gleichermaßen umgesetzt.

Mit Inkrafttreten der 25. StVO Novelle am 31. März 2013 erhielten Österreichs Städte und Gemeinden ganz neue Möglichkeiten, den Radverkehr zu organisieren: Begegnungszonen, Fahrradstraßen und die flexible Handhabung der Radwegbenützungspflicht wurden in der StVO verankert. Außerdem gilt für das Radfahren, so wie schon beim Autofahren, ein ausdrückliches Verbot, ohne Freisprecheinrichtung mit dem Handy zu telefonieren.

KFV Erhebung zeigt: Viele Möglichkeiten, aber noch wenig umgesetzt

Eine aktuelle Erhebung des KFV zeigt, dass die neuen Regelungen von der Bevölkerung insgesamt und speziell von den Gemeindevertretern positiv beurteilt werden. So wurden z.B. in beinahe allen österreichischen Bundesländern bereits Begegnungszonen eingerichtet.

Vergleichsweise gering ist die Umsetzung von Fahrradstraßen und Radwegen ohne Benützungspflicht. Radwege ohne Benützungspflicht gibt es bislang nur in Innsbruck und Wien. Fahrradstraßen in Niederösterreich, Vorarlberg und Wien. Dort, wo die Neuerungen umgesetzt wurden, zeigt man sich durchwegs zufrieden mit den Maßnahmen: 45 Prozent der Befragten Verkehrsteilnehmer in Fahrradstraßen bewerten diese als "sehr gut" oder "gut". In den Begegnungszonen sind rund 50 Prozent der Verkehrsteilnehmer "zufrieden" bzw. "sehr zufrieden" mit der Neuregelung. Dennoch wünschen sich mehr als 35 Prozent der Befragten, besser über die neuen Maßnahmen und Regelungen informiert zu werden.

Europäische Normalität

"Fahrradstraßen, Begegnungszonen und nicht benützungspflichtige Radwege sind bereits europäische Normalität und tragen zur Verbesserung des Radverkehrs bei", erläutert
Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. "Diese neuen Möglichkeiten sind gute Voraussetzungen, die das Miteinander im Straßenverkehr sicherer machen. Es ist wichtig, dass in Österreich dieses Paket weiter umgesetzt wird, damit die Vorteile zum Tragen kommen. Deshalb unterstützt das KFV aktiv Gemeinden und Städte in ganz Österreich bei der Analyse, Planung und Umsetzung von Maßnahmen", so Thann abschließend.

Weiterführende KFV-Erhebungsergebnisse:

Ergebnisse Befragung Bevölkerung
(600 Personen, ganz Österreich, face-to-face Interviews; 2013/ 2014)

- Bekanntheitsgrad der Maßnahme vor Ort: 33 Prozent der befragten Personen bei einem Radweg ohne Benützungspflicht waren sich dessen bewusst, dass es in diesem Bereich zu einer Aufhebung der Benützungspflicht für Radfahranlagen gekommen ist. In Fahrradstraßen waren immerhin 72 Prozent der befragten Personen vor Ort darüber informiert, dass sie sich in einer Fahrradstraße befinden. 54 Prozent der befragten Personen in einer Begegnungszone kannten die vorherrschenden rechtlichen Regelungen.

- Zufriedenheit: 45 Prozent der Befragten in einer Fahrradstraße bewerten diese als "sehr gut" oder "gut". In der Begegnungszone sind rund 50 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden mit der neuen Maßnahme.

- Beurteilung Vorteile und Nachteile der Begegnungszone: Als häufigster Vorteil der Begegnungszonen wird der zur Verfügung stehende Platz zum Verweilen neben der geringen Umweltbelastung und der erhöhten Verkehrssicherheit genannt. Als maßgebliche Nachteile werden fehlende Information und rücksichtsloses Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern angeführt.

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