Presserat begrüßt Qualitätsinitiative des PR-Verbandes

Wien (OTS) - Die Präsidentin des Österreichischen Presserats, Astrid Zimmermann, begrüßt die Initiative des PR-Verbandes, ein eigenes Qualitäts-Gütezeichen einzuführen.
Wer diese Zertifizierung erhalten will, muss sich in Zukunft vorbildlich an die PR eigenen Ehrenkodizes halten und sich auch der freiwilligen Selbstkontrolle durch den PR-Ethik-Rat unterwerfen. "Dies ist eindeutig - wie auch in der Medienbranche - ein Qualitätsmerkmal. Alle Initiativen in diese Richtung sind zu unterstützen", erklärte Zimmermann.

Die PR-Ethikregeln sehen unter anderem die saubere Trennung zwischen bezahlten Einschaltungen und journalistisch aufbereiteten Informationen vor. Der PR-Ethikrat hat schon mehrfach "Gefälligkeits-Berichterstattung" als Täuschung von Leserinnen und Lesern gerügt.

"Hier treffen sich die Interessen der Medienselbstkontrolle durch den Presserat mit den Interessen qualifizierter PR", betonte Zimmermann. Denn auch der Presserat tritt für eine saubere Trennung zwischen redaktionellen und bezahlten Inhalten ein sowie für eine sichtbare Kennzeichnung von Werbung.

Die beiden Senate des Presserats haben sich mit dem Thema bereits öfters aus medienethischer Perspektive beschäftigt. Beanstandet wurde z.B. eine Artikelserie, die von der Steiermärkischen Landesregierung finanziert und als "Reportage" bezeichnet wurde (Fall 2012/99). Gemäß Punkt 4.1 des Ehrenkodex für die österreichische Presse ist eine Einflussnahme Außenstehender auf Inhalt und Form eines redaktionellen Beitrags unzulässig.

Rückfragen & Kontakt:

Alexander Warzilek, Geschäftsführer
Tel.: 01/23 699 84-01

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OPR0001