- 27.03.2014, 12:20:08
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Nationalrat - Muchitsch: Ältere Erwerbstätige brauchen Unterstützung, um in Arbeit zu bleiben
Diffamierung von InvaliditätspensionistInnen unangebracht
Utl.: Diffamierung von InvaliditätspensionistInnen unangebracht =
Wien (OTS/SK) - "Wir können uns nicht zurücklehnen, wenn es darum
geht, Maßnahmen zu treffen, um ältere Menschen in Arbeit halten",
stellt SPÖ-Abgeordneter Josef Muchitsch in Bezug auf Arbeitsplätze
für ältere ArbeitnehmerInnen in seiner Rede zum Nationalrat klar. Die
relevante Frage sei, wie mit den betroffenen Menschen umgegangen
wird: "Von neoliberalen Kräften werden die Betroffenen als korrupt
diffamiert. Das kann nicht angehen. Man muss sich vor Augen führen,
was diese Menschen bekommen, die immer hart gearbeitet haben und die
es nicht schaffen, in Beschäftigung zu bleiben. Wenn eine
Invaliditätspensionistin 756 Euro und ein Schwerarbeiter eine
Invaliditätspension von 1184 Euro pro Monat bekommt, dann sind das
nicht Menschen, die in diese Situation kommen wollten, sondern die
dorthin müssen, weil es gesundheitlich nicht mehr anders geht." ****
"Wer auf einer Baustelle einen Bauarbeiter über 55 sucht, der noch
arbeiten kann, wird schwer jemanden finden, denn es ist ein Job, der
gesundheitlich irgendwann seinen Tribut fordert", erläutert Muchitsch
und betont, dass es genau jene Menschen sind, für die sich die
Sozialdemokratie stark macht. "Wir werden an verschiedenen Punkten
nachhelfen müssen, damit das auch gelingt. Sei es bei der Wirtschaft,
indem wir ältere ArbeitnehmerInnen für sie attraktiver machen, sei es
durch gesundheitliche Maßnahmen oder bei den Betroffenen selbst."
Handlungsbedarf gibt es laut Muchitsch bei öffentlichen
Ausschreibungen. "Es geht darum, ehestmöglich umzusetzen, was die
Bundesregierung vereinbart hat. Das sind Maßnahmen gegen
Scheinselbstständigkeit, gegen Lohn- und Sozialdumping und Maßnahmen,
um weg vom Billigstanbieter- und hin zum Bestbieterprinzip zu kommen.
Wenn es öffentliche Ausschreibungen gibt, wo nur der zum Zug kommt,
der Billigarbeitskräfte auf Baustellen einsetzt, dann läuft etwas
schief." Das Bundesvergabegesetz 2006 macht es möglich, öffentliche
Ausschreibungen nach dem Bestbieterprinzip zu gestalten. "Es kann
nicht sein, dass auf Baustellen, wo unsere Steuergelder eingesetzt
werden, Firmen zum Zug kommen, die in Österreich keine Abgaben
leisten", hält Muchitsch abschließend fest. (Schluss) kg/mo
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