- 27.03.2014, 09:30:32
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Neue ÖIF-Broschüre: 9 von 10 jugendlichen Migrant/innen fühlen sich in Österreich heimisch
376.500 Jugendliche ausländischer Herkunft: Neue Statistik-Broschüre bietet aktuelle Zahlen zur Situation von jugendlichen Migrant/innen
Utl.: 376.500 Jugendliche ausländischer Herkunft: Neue
Statistik-Broschüre bietet aktuelle Zahlen zur Situation von
jugendlichen Migrant/innen =
Wien (OTS) - Rund ein Viertel aller in Österreich lebenden
Migrant/innen - rund 376.500 Personen - sind unter 26 Jahre alt. Mit
der neuen Informationsbroschüre "migration & integration -
Schwerpunkt: Jugend" stellt der Österreichische Integrationsfonds
(ÖIF) die spezifischen Herausforderungen und Chancen von jugendlichen
Migrant/innen in Österreich in den Mittelpunkt und liefert aktuelle
Zahlen zu den Bereichen Zuwanderung, Sprache und Bildung, Arbeit und
Beruf sowie zu Familie und ihrer Einstellung zu Integration.
Größte Migrant/innen-Gruppen aus Deutschland, der Türkei und
Serbien
16% der jugendlichen Gesamtbevölkerung, das sind 376.500 Personen,
waren am 1.1.2013 ausländischer Herkunft (ausländische
Staatsangehörige bzw. eingebürgerte Jugendliche). Die meisten von
ihnen stammten aus Deutschland (51.000), gefolgt von Jugendlichen
türkischer (49.000) und serbischer Herkunft (33.900). 82% aller
Personen mit Migrationshintergrund in Österreich fühlen sich hier
heimisch; unter den Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren erhöht
sich dieser Wert sogar auf 89%. 91% dieser Jugendlichen sind mit dem
österreichischen Lebensstil sehr einverstanden.
Ausländische Kinder seltener in Krippen und Kinderbetreuung
Kinder von Eltern mit ausländischer Staatsbürgerschaft waren 2011
weniger oft in Kinderkrippen als Kinder österreichischer Eltern (40%
zu 44% bei den Zweijährigen). Im Kindergarten betrug der Anteil von
Kindern nichtdeutscher Muttersprache 23,9 Prozent. Um sie beim
Erlernen der deutschen Sprache und damit dem weiteren Erfolg im
Bildungssystem zu fördern, wurde vom Integrationsministerium sowie
dem Familienministerium ab 2015 die stufenweise Einführung eines
zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres für alle, die es brauchen,
und der Ausbau der vorschulischen Sprachförderung beschlossen.
Migrant/innen öfter ohne Pflichtschulabschluss, häufiger an
Unis
Jede/r fünfte österreichische Schüler/in (19%) spricht zuhause
eine andere Sprache als Deutsch. In den einzelnen Schultypen
unterscheidet sich der Anteil der Schüler/innen mit nichtdeutscher
Umgangssprache jedoch stark: Während sie in Haupt- und Sonderschulen
(22% und 29%) überrepräsentiert sind, besuchen sie deutlich seltener
höhere Schultypen wie Allgemeinbildende Höhere Schulen (15%),
Berufsbildende Höhere Schulen (14%) oder Berufsschulen (11%). Eine
Erklärung dafür liefert die Schulabbruchs-Statistik: Am Ende der
achten Schulstufe verlassen 13% der Hauptschüler/innen mit
nichtdeutscher Umgangssprache das Schulsystem ohne
Pflichtschulabschluss. Unter Gleichaltrigen mit deutscher
Umgangssprache trifft das auf nur 4% zu. Ganz anders das Bild an
Österreichs Universitäten: Fast jede/r vierte Studierende (24,5%) hat
eine ausländische Staatsangehörigkeit. Spezielle Förderprogramme und
Stipendien, darunter das Liese Prokop-Stipendium des ÖIF oder das
Start Stipendium, unterstützen junge Migrant/innen beim Ergreifen
ihrer Bildungschancen.
Migrant/innen ziehen früher von zuhause aus, heiraten früher
Weniger als die Hälfte der 20- bis 24-Jährigen mit
Migrationshintergrund lebte 2012 noch bei ihren Eltern, bei den
Österreicher/innen ohne Migrationshintergrund hingegen waren es noch
zwei Drittel. Migrant/innen heiraten im Schnitt auch deutlich früher:
Bei den Zuwander/innen unter 26 Jahren aus der Türkei heirateten 64%
der Frauen und 45% der Männer, bei den Zuwander/innen aus dem
ehemaligen Jugoslawien waren es 45% der Frauen und 34% der Männer.
Zum Vergleich: Bei den gleichaltrigen Österreicher/innen heirateten
bloß 8% der Männer und 17% der Frauen.
Zahlen, Daten und Fakten zu Bundesländern, Frauen und Jugend
Die Statistik-Broschüre mit Schwerpunkt Jugend erscheint bereits
zum dritten Mal in Kooperation mit der Statistik Austria. Außerdem
gibt es noch Broschüren mit den Schwerpunkten Frauen und Bundesländer
sowie das Statistische Jahrbuch "migration&integration".
ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf-Maier betont: "Wer Chancen wahrnehmen
und Probleme lösen will, muss die Fakten kennen. Objektive Zahlen,
Daten und Fakten sind die Grundlage einer konstruktiven und
sachlichen Diskussion rund um die Themen Migration und Integration."
Sämtliche Broschüren sind unter www.integrationsfonds.at als PDF
verfügbar oder unter [email protected] als gratis
Printexemplare beziehungsweise druckfähige Grafiken zu bestellen.
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