• 27.03.2014, 08:50:41
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KONSUMENT: Schlankheitsmittel aus der Drogerie sind meist überflüssig

24 Präparate geprüft, nur fünf sind "eingeschränkt empfehlenswert"

Utl.: 24 Präparate geprüft, nur fünf sind "eingeschränkt
empfehlenswert" =

Wien (OTS/VKI) - Es gibt sie als Pulver, Tabletten, Drinks oder auch
als Tees. Glaubt man den Anbietern, dann verringern sie die Energie-
und Fettaufnahme, "entschlacken" oder "entwässern" und reduzieren das
Hungergefühl. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat sich 24
rezeptfreie Schlankheitsmittel aus der Drogerie genauer angesehen und
hinsichtlich ihrer Wirksamkeit beurteilt. Das Fazit:
Schlankheitsmittel können beim Abnehmen allenfalls unterstützend
wirken. Keines der geprüften Produkte ist für sich allein zur
dauerhaften Gewichtsabnahme geeignet. Auch unerwünschte
Nebenwirkungen können nicht ausgeschlossen werden Eine Tagesdosis der
getesteten Präparate kann mit bis zu fünf Euro üppig ausfallen.
Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.konsument.at und
ab dem 27.03. in der Aprilausgabe des VKI-Testmagazins KONSUMENT.

Bei fast allen Produkten findet sich der unverbindliche Hinweis,
dass sie nur in Kombination mit einer Ernährungs- bzw.
Lebensstilumstellung oder kalorienreduzierten Diät wirken. Geprüft
wurden - auf Basis der von Herstellern zugesandten Studien -
rezeptfreie Schlankheitsmittel unterschiedlicher Wirkstoffgruppen,
darunter Ballaststoffe und Quellmittel, pflanzliche Mittel,
Kohlenhydratblocker, Fettblocker sowie sogenannte "Formula-Diäten".
Letztere unterscheiden sich von den anderen Präparaten im Test, da es
sich dabei um Mittel handelt, die nicht zusätzlich eingenommen
werden, sondern selbst der Ernährung dienen. Die Pulver zum Anrühren
bestehen vorwiegend aus Soja- oder Milcheiweiß, dem wichtige
Nährstoffe zugesetzt werden. Sie enthalten weniger Energie als
normale Mahlzeiten und können über einen gewissen Zeitraum als Ersatz
verwendet werden.

Im Gegensatz zu anderen Mitteln sind Formula-Diäten zumindest
"eingeschränkt empfehlenswert". Bei starkem Übergewicht können sie
als Starthilfe für eine dauerhafte Gewichtsreduktion sinnvoll sein.
Auch hier gilt jedoch, dass Abnehmen langfristig nur in Kombination
mit Bewegung und einer kalorienreduzierten Ernährung möglich ist.
Parallel sollte daher immer auch ein begleitendes Programm zur
Ernährungsumstellung absolviert werden.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Von ihrer eingeschränkten Wirksamkeit abgesehen können manche
Schlankheitsmittel auch unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, etwa
allergische Reaktionen auf Bestandteile von Bohnen oder Krebstieren.
Fettblocker zum Beispiel sollen Fette aus der Nahrung binden, um sie
auf diese Weise direkt auszuscheiden. Wird dem Darm auf diese Weise
jedoch zu viel freies Fett entzogen, leidet darunter auch die
Versorgung mit fettlöslichen Vitaminen. Bei der Einnahme von
Formula-Produkten wiederum kann es zu Verstopfung, Kreislauf- oder
Konzentrationsschwäche kommen.

SERVICE: Den vollständigen Bericht zu Schlankheitsmitteln aus der
Drogerie und weitere Informationen gibt es unter www.konsument.at
sowie ab 27.03. im April-KONSUMENT.

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