• 24.03.2014, 12:28:10
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25 Jahre nach der Exxon Valdez Katastrophe in Alaska:

Alaskas langer Kampf gegen das Öl

Utl.: Alaskas langer Kampf gegen das Öl =

Washington DC. (OTS) - Heute jährt sich eine der größten
Ölkatastrophen aller Zeiten zum 25. Mal. In den frühen Morgenstunden
des 24. März 1989 lief der Tanker Exxon Valdez im Golf von Alaska auf
ein Riff und schlug Leck. Das Schiff hatte rund 160.000 Tonnen Rohöl
geladen. 40.000 Tonnen davon flossen in den Prinz William Sund und
verseuchten eine Küstenstreifen von mehr als 2000 Kilometern Länge.
Die Bilder von verölten Vögeln und verendeten Seeottern gingen um die
Welt. Die Katastrophe lieferte einen Vorgeschmack darauf, was ein
Unfall in der eisigen Region bedeutet. "Das Risiko eines neuen
Unfalls steigt, angesichts des Runs auf die Bodenschätze in immer
schwieriger zugänglichen Regionen", warnt Stephan Lutter vom WWF
Deutschland. Ölkonzerne gehen davon aus, dass in der Arktis noch bis
zu 30 Prozent der weltweit unentdeckten Erdgasvorkommen sowie 13
Prozent der vermuteten Ölreserven lagern. Für den WWF ist die
Erschließung dieser fossilen Rohstoffquellen ein hochriskanter
Irrweg. Die Naturschutzorganisation fordert großflächige
Schutzgebiete, in denen die Ausbeutung von Bodenschätzen tabu sein
muss. Zudem braucht es No-Go-Zonen für Schiffstransporte mit
riskanter Ladung.

Wie schwer ein Leck unter Extrembedingen zu beherrschen ist, zeigt
auch die Katastrophe auf der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. In
der Arktis würde man ein Leck dieser Größenordnung erst Recht nicht
unter Kontrolle bekommen. Eine wirksame Bekämpfung sei aufgrund der
extremen Wetterbedingungen quasi zum Scheitern verurteilt. Eine
WWF-Untersuchung von 2012 verdeutlicht, dass im langen arktischen
Winter, der sieben bis acht Monate dauert, an eine effektive
Ölbekämpfung kaum zu denken ist. Auch in den verbleibenden Monaten
seien wirksame Maßnahmen aufgrund hoher Wellen, eisiger Winde und
brüchigen Eises oft ausgeschlossen oder nur eingeschränkt möglich.

4,4 Milliarden US-Dollar zahlte Exxon für die Beseitigung der durch
die Havarie verursachten Schäden. Doch die Auswirkungen der Ölpest
von 1989 sind auch ein Vierteljahrhundert später noch spürbar. Das
Rohöl wird bei den eisigen Temperaturen nur sehr langsam abgebaut.
Noch immer finden sich an der steinigen Küste Spuren der zähen Masse.
Die Population der Seeotter hat 25 Jahre gebraucht, um sich
einigermaßen zu erholen. 3.000 der Tiere fielen unmittelbar der
Ölpest zum Opfer. Da das Gift über Krebse und Fische in die
Nahrungskette gelangte, traten bei den Ottern langfristige Folgen wie
Leberschäden auf. Immerhin zählte man inzwischen in der Region wieder
4.500 Otter. Das sind etwa so viele wie vor der Katastrophe dort
lebten. Andere Arten sind längst noch nicht so weit. Ein halbe
Million Vögel starben an den Folgen der Ölpest. Der Bestand an
Trottellummen und anderen Vögeln hat sich bis heute nicht von dem
Massensterben erholt. Auch der Heringsbestand brach dramatisch ein
und blieb auf niedrigem Niveau.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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