ÖNORM zur Textgestaltung: Für Rechtschreibregelungen, die Frauen sichtbar machen

UGÖD und ÖLI-UG für geschlechtergerechte Sprache und gegen das Unsichtbarmachen von Frauen durch die geplante ÖNORM 1080-2014-02-15

Wien (OTS) - Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD lehnen den von der Firma Austria Standards Institute zur Stellungnahme gegebenen ÖNORM-Entwurf ab, weil damit Frauen unter dem Vorwand "besserer Lesbarkeit hinter männlichen Formen verschwinden sollen" und bereits überwunden geglaubte Rollenbilder erneut bestätigt werden.

Gemeinsam mit den KollegInnen der Österreichischen LehrerInneninitiative verweisen sie auf die vom BMUKK bzw. Bildungs-und Frauenministerium für Bildungseinrichtungen in den letzten Jahren ausgearbeiteten und auf der Homepage des BMBF abrufbaren Bildungsanliegen SPRACHLICHE GLEICHBEHANDLUNG. Sie schlagen dem BMBF und der Bildungsministerin vor, die geplante ÖNORM 1080-2014-02-15 zu verhindern und von der ÖNORM-Berichterstattung ausgelöste Verunsicherung von LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern durch ein Rundschreiben an Schulen zu beenden, in dem auf die weiterhin gültigen geschlechtergerechten Empfehlungen und Unterrichtshilfen hingewiesen wird.

Eine für Wirtschaft und Gesellschaft als richtungsweisend verstandene "Richtlinie für die Textgestaltung" hat vom Gleichheitsgrundsatz auszugehen, den von vielen LehrerInnen und SchülerInnen geübten geschlechtergerechten Sprachgebrauch zu berücksichtigen.

UGÖD und ÖLI-UG unterstützen die Initiative des Vereins österreichischer Juristinnen und haben ihren Einspruch gegen eine Norm zur Vertreibung der weiblichen Formen aus dem öffentlichen Sprachgebrauch Einspruch an das Austrian Standards Institute, z.H. DIin (FH) Dagmar Schermann, MSc, d.schermann@austrian-standards.at bereits angemeldet.

Beate Neunteufel-Zechner, Reinhart Sellner (Vorsitzende) für die UGöD

Wilfried Mayr/APS, Barbara Gessmann/APS, Josef Fuchsbauer/BMHS, Reinhart Sellner/AHS, (VertreterInnen der ÖLI-UG in der ARGE LehrerInnen der GÖD) für die ÖLI-UG

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