Neues Volksblatt: "Vorbild geben" (von Heinz Wernitznig)

Ausgabe vom 21. März 2014

Linz (OTS) - 15-Jährige, die mit Einbrüchen und Diebstählen ihren Lebensunterhalt bestreiten, Schüler, die Gleichaltrige mobben und verprügeln, sowie Teenager, die betrunken und ohne Fahrerlaubnis Unfälle bauen. Allesamt Taten, die keine Seltenheit sind und für Polizei und Justiz quasi zum Alltag gehören.
Doch stimmt das negative Bild der Jugend in der öffentlichen Wahrnehmung, wonach die jungen Menschen heutzutage unengagiert, konsumhörig, politisch desinteressiert sind und ihren Frust im Alkohol ertränken, auch mit der Realität überein? Nein, sagt etwa die Exekutive. Die Jugend sei besser als ihr Ruf.
Forscher verweisen darauf, dass noch nie so viele Teenager kreativ engagiert waren, etwa in Bands. Praktisch in jeder Stadt gibt es Rapper, Breakdancer und Sprayer. Das Problem sei vielmehr, dass die Erwachsenen vielfach desinteressiert an der Kreativität ihrer Kinder sind. Respekt sei daher nicht zufällig ein Schlüsselwort fast aller Jugendkulturen, meinen Experten. Anerkennung ist das, was die jungen Menschen bei den Erwachsenen und in der Schule am meisten vermissen würden.
Betrachtet man den Einsatz der Jugendlichen in gemeinnützigen Organisationen, in Sport- und Musikvereinen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Aber auch die Erwachsenen können ihren Teil dazu beitragen, indem sie versuchen, mit gutem Vorbild voranzugehen.

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