Bankenunion - Regner: Banken sollen ihre Rechnungen wieder selbst bezahlen

SPÖ-Europaabgeordnete will raschen Aufbau des Bankenabwicklungsfonds

Wien (OTS/SK) - Die stv. SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner setzt auf eine rasche und umfassende Einigung bei der Bankenunion. "Gerade ein Europäischer Bankenabwicklungsfonds für die systemrelevanten, grenzüberschreitenden Banken finanziert durch Bankenabgaben ist außerordentlich wichtig. Damit soll verhindert werden, dass in Zukunft bei Bankpleiten nicht mehr vorrangig SteuerzahlerInnen, sondern Eigentümer und Bankgläubiger herangezogen werden. Banken sollen ihre Rechnungen wieder selbst bezahlen. Das soll möglichst rasch passieren, der vom Rat unterstützte Zeitrahmen mit einem Aufbau bis zum Jahr 2025 ist eindeutig zu lang." Die Bankenaufsicht für Großbanken ist bereits fixiert und soll ab Herbst 2014 die Arbeit aufnehmen. Als zweiter Schritt ist nun aber noch der Abwicklungsmechanismus erforderlich. ****

Die SPÖ-Europaabgeordnete und Finanzexpertin macht sich weiter für eine umfassende Banken- und Finanzmarktregulierung stark. Dazu zählt für Regner auch ein Trennbankensystem. Bei klassischen Kreditinstituten macht das Einlage- und Kreditgeschäft rund ein Viertel der gesamten Bankaktivitäten aus. Der Rest fällt auf Spekulationen, auf den Handel mit Wertpapieren und Derivaten. "Banken oder als Banken deklarierte Hedgefonds gehen dabei hohe Risiken ein bzw. spekulieren mit den staatlich geschützten Kundeneinlagen. Deshalb fordern wir, dass Banken ihren Eigenhandel und andere riskante Handelsaktivitäten strikt von ihrem Restgeschäft trennen", so Regner. (Schluss) bj

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: markus.wolschlager@europarl.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003