Huainigg: "Möglichkeiten politischer Akademien in der Entwicklungspolitik voll ausschöpfen"

Parlamentarischer runder Tisch zur Rolle politischer Akademien in der Entwicklungszusammenarbeit

Wien (OTS) - Im Zuge des überparteilichen ENoP-Netzwerkes (European Network of Political Foundations) haben sich europäische politische Akademien zusammengeschlossen, um u.a. gemeinsam die globale Entwicklungszusammenarbeit zu forcieren. Im österreichischen Parlament wurde erstmals im Rahmen eines runden Tisches das ENoP-Positionspapier "Political Foundations: Development between State and Society" mit Parlamentarier/innen, Vertreter/innen der Politischen Akademie der ÖVP und der Zivilgesellschaft vorgestellt und diskutiert. Am runden Tisch nahmen zudem Vertreterinnen und Vertreter von 12 europäischen politischen Akademien teil und verdeutlichten mit Best Practice-Beispielen aus dem Bereich der Entwicklungspolitik das Potential von politischen Bildungseinrichtungen (Stiftungen, Akademien, Institute) in der Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsam die Entwicklungspolitik zu forcieren und zu stärken war das Ergebnis des Austausches, an dem unter anderem die Vorsitzende von AWEPA (European Parlamentarians with Africa) und Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, Petra Bayr, sowie der Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP und Obmann des Instituts für Umwelt - Friede - Entwicklung (IUFE), NR. Franz-Joseph Huainigg, teilnahmen. Bayr betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass der Entwicklungspolitik als Querschnittsthema im politischen Diskurs vermehrt Beachtung geschenkt und es als Zukunftsthema verankert werden müsse. Huainigg betonte die Rolle politischer Bildungseinrichtungen als Brückenbauer zwischen Zivilgesellschaft und Politik und sprach sich dafür aus, politische Bildungseinrichtungen in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit vermehrt einzubinden.
Diverse europäische politische Bildungseinrichtungen (Political Foundations) sind seit Jahrzehnten in unterschiedlicher Intensität in der Entwicklungspolitik bzw. Entwicklungszusammenarbeit tätig -einerseits durch inländische Bewusstseinsbildung und durch Weiterbildungsveranstaltungen, andererseits durch Projekte zur good governance in Schwellen- und Entwicklungsländern. Beispielsweise wurde im Rahmen der letztjährigen Nationalratswahl an der Politischen Akademie der ÖVP eine "Austrian Campaign and Election Study Tour" organisiert, um arabische Frauen aus dem Mittleren Osten und Nordafrika mittels Trainings darin zu unterstützen, im öffentlichen Leben und in politischen Prozessen aktiv und an führender Stelle teilhaben zu können. Abschließend bemerkte Huainigg, dass man die Möglichkeiten politischer Akademien in der Entwicklungspolitik voll ausschöpfen solle: "Wir müssen uns fragen, wo wir hier auch seitens der Politik unterstützend und fördernd helfen können".

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für Umwelt - Friede - Entwicklung (IUFE) gemeinsam mit dem European Network of Political Foundations (ENoP), dem Parlamentarischen NordSüdDialog und AWEPA (European Parlamentarians with Africa).

Download des Profile-Papers unter:
http://www.polak.at/26346/?MP=61-14463

Veranstaltungsbericht:
http://www.nordsueddialog.org/fileadmin/Bibliothek/nordsued-dialog.or
g/Uploads/Info_Blaetter_Foren_Publikationen/Bericht_Runder_Tisch_Poli tical_Foundations_18_Maerz_2014.pdf

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Johannes Steiner
Institut für Umwelt - Friede - Entwicklung
01/81420-65
johannes.steiner@iufe.at
www.iufe.at

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