• 16.03.2014, 21:00:32
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Neues Volksblatt: "Bildungspolitik" von Markus EBERT

Ausgabe vom 17. März 2014

Utl.: Ausgabe vom 17. März 2014 =

Linz (OTS) - So mancher, der in der SPÖ bildungspolitisch auch einmal
das Sagen hatte, müsste eigentlich Phantomschmerzen verspüren bei
dem, was die nunmehrige Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek und
andere so über PISA und diverse Bildungsvergleichstests sagen. Ein
gewisser Bundesgeschäftsführer Josef Kalina sah in PISA 2006 "das
Abschlusszeugnis für über ein Jahrzehnt Schulpolitik der Marke
Gehrer". Was insofern bemerkenswert ist, als dass die von Claudia
Schmied zuletzt als Ministerin zu verantwortenden Ergebnisse um
nichts besser waren als jene unter der so viel kritisierten Gehrer.
Inakzeptabel fand Erwin Niederwieser, dereinst Bildungssprecher der
SPÖ, ein "Herunterspielen" der PISA-Ergebnisse. Und ein anderer
SPÖ-Bildungssprecher, Elmar Mayer, betonte einmal die Wichtigkeit der
PISA-Tests für "umfassende Schulreformen".
Dem steht entgegen, dass sich Heinisch-Hosek "irgendwann" einmal eine
notenfreie Schule vorstellt. Und während sie nicht müde wird, der
Gesamtschule das Wort zu reden, sagt sie in einem Nebensatz, dass die
Langform des Gymnasiums in dieser Legislaturperiode unangetastet
bliebe. Man kann es drehen und wenden wie man will: Auch die
derzeitige Ministerin versteht unter Bildungspolitik vorrangig
Gesellschaftspolitik. Doch tatsächlich sollte Bildungspolitik beste
Bildung ermöglichen und nicht die sozialistische Gesellschaft
verwirklichen.

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