• 13.03.2014, 21:00:03
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Neues Volksblatt: "Der tiefe Fall" von Alexander Zambarloukos

Ausgabe vom 14. März 2014

Utl.: Ausgabe vom 14. März 2014 =

Linz (OTS) - Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu
sorgen.
Jetzt, da Uli Hoeneß, der scheinbar unantastbare, allmächtige, in
jungen Jahren empor gestiegene und kurz vor der Rente umso tiefer
gefallene Wirtschaftsmanager und Präsident des FC Bayern München,
sein erstinstanzliches und noch nicht rechtskräftiges Urteil in
Sachen Steuerhinterziehung serviert bekommen hat, laufen die
(sozialen) Netzwerke und Medien heiß.
Jeder gibt seinen Senf ab - quasi zu den Würstchen, die der
62-jährige Self-Made-"Multi" im zweiten Geschäftszweig abseits des
Fußballs, der für ihn die Welt bedeutet, fabriziert hat.
"Der Runde muss ins Eckige" titelte etwa die Berliner Zeitung in
Anlehnung an den Schuldspruch, der für den leidenden Uli Gefängnis
vorsieht. Wegen Steuerhinterziehung. Achtundzwanzig komma
sechsundvierzig Millionen Euro - das ist für böse Zungen ein
"Transfer-Hammer": "Hoeneß wechselt für 3,5 Jahre vom FC Bayern in
die Justizvollzugsanstalt". Ja, danach sieht's im Moment aus, auch
wenn seine Verteidiger in die Berufung gegangen sind.
Die Strafe ist hart, aber gerecht. Bei diesen Summen kannst du nicht
auf Gnade hoffen, selbst wenn du letztlich mit offenen Karten spielst
und Hoeneß heißt. Uli Hoeneß, den die einen als arroganten "Schnösel"
bewerten, die anderen als "Gutmenschen", der immer ein offenes Ohr
für Arme hat. Jetzt fällt er selbst in diese Kategorie.

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