• 10.03.2014, 21:00:36
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Neues Volksblatt: "Worst Case" von Jürgen LEPPEN

Ausgabe vom 11. März 2014

Utl.: Ausgabe vom 11. März 2014 =

Linz (OTS) - Ein Worst Case-Szenario skizziert, wie der Name schon
sagt, den denkbar schlechtesten Ausgang einer Entwicklung. Da werden
alle Unwägbarkeiten hinein gepackt, in der Erwartung (oder Hoffnung),
dass es schlussendlich doch nicht ganz so dick kommt. Und meistens
ist es ja dann auch so. Aber eben nicht immer. Erinnern wir uns: In
ersten vagen Prognosen zu den Abbaukosten der Hypo Alpe Adria war von
bis zu 19 Mrd. Euro die Rede. Das war in diesem Fall also das Worst
Case-Szenario. Inzwischen gibt es fundierte Berechnungen, die von
17,8 Mrd. Euro sprechen. Ganz schön nahe dran am schlechtesten Fall,
oder? Bezieht man noch den offenbar sehr wahrscheinlichen Fall mit
ein, dass die Problembank zur Erstellung ihrer Bilanz für das Jahr
2013 nochmal eine staatliche Finanzspritze braucht - hier ist von bis
zu einer Mrd. Euro die Rede, doch wer weiß das schon so genau -, dann
ist das Worst Case-Szenario also ziemlich genau eingetreten.
Doch wie hoch die Belastungen, die uns das Kärntner Institut am Ende
beschert, auch immer sein mögen, eins ist fix: Die Steuerzahler
werden noch lange daran zu kiefeln haben. Alle Bemühungen um einen
Staatsschuldenabbau, der Spielraum für wichtige Investitionen
schaffen soll, werden um Jahre zurückgeworfen. Ein Sparpaket? Auf
Dauer nicht ausgeschlossen, räumt der Finanzminister ein. Aber das
ist natürlich der Worst Case!

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