- 07.03.2014, 12:06:39
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Festnahme eines international gesuchten Groomers in Salzburg
55-Jähriger Deutscher gab sich im Internet als 18-Jähriger aus und versuchte ein erst 12-jähriges Mädchen zum Geschlechtsverkehr zu überreden
Utl.: 55-Jähriger Deutscher gab sich im Internet als 18-Jähriger aus
und versuchte ein erst 12-jähriges Mädchen zum
Geschlechtsverkehr zu überreden =
Wien (OTS) - Der vom Amtsgericht Wittenberg in Deutschland
international mit Europäischem Haftbefehl gesuchte deutsche
Staatsangehöriger Frank M. steht unter dringenden Tatverdacht des
versuchten schweren sexuellen Missbrauchs. Er hatte im Juli und
August 2011 im Internet mit einem erst zwölf Jahre alten Mädchen
über eine Plattform für Schülerinnen und Schüler Kontakt aufgenommen
und massiv versucht das Kind zum Geschlechtsverkehr zu überreden.
Der Beschuldigte gab sich dabei als 18-jähriger Schüler namens "Matti
Conners" aus. Er chattete mehrmals mit dem Kind. Auch telefonisch
versuchte er das Mädchen zu einem persönlichen Treffen zu überreden,
was die Eltern verhindern konnten. Sie erstatteten Anzeige gegen
"Unbekannt" bei der deutschen Polizei.
Durch die Ermittlungen der Polizei in Sachsen-Anhalt wurde M.
schließlich ausgeforscht und später festgestellt, dass er sich
vermutlich in Österreich aufhält. Durch die Zusammenarbeit der
Zielfahndung Sachsen-Anhalt, den Zielfahndern des österreichischen
Bundeskriminalamtes (.BK) und der Fahndungsgruppe des
Landeskriminalamtes Salzburg konnte der Mann schlussendlich am 5.
März 2014 in Hallwang in Salzburg ausgeforscht und festgenommen
werden.
Der Beschuldigte befindet sich in Auslieferungshaft in der
Justizanstalt des Landesgerichtes Salzburg.
Was ist Grooming?
Bei Grooming handelt es sich um das gezielte Ansprechen von
unmündigen, unter 14-jährigen Kindern mit dem Ziel der Anbahnung
sexueller Kontakte. Es stellt demnach eine besondere Form der
sexuellen Belästigung dar.
Das Bundeskriminalamt macht in diesem Zusammenhang auf die Gefahren
im Internet für Kinder und Jugendliche aufmerksam und gibt folgende
Tipps:
█ Kinder und Jugendliche sollten darauf vorbereitet werden, dass der
Gesprächspartner
im Internet oft nicht der ist, für den er sich ausgibt. Erklären Sie
ihnen, dass sie diesen Umstand in Chaträumen als auch in den sozialen
Netzwerken stets bedenken sollten
█ Erklären Sie Ihrem Kind, welche Medieninhalte genutzt werden dürfen
und welche nicht. Machen Sie Ihre eigenen Standpunkte deutlich
█ Sprechen Sie mit Ihrem Kind über sein Verhalten im Internet. Was
gefällt ihm? Was erlebt er oder sie? In welchen Chatrooms bewegen sie
sich? Wo liegen mögliche Gefahren?
█ Machen Sie sich kundig über die Technik und Umgangsweise in
Chaträumen, damit Sie mitreden und Fragen stellen können. Auf diese
Weise gelten Sie für ihre Kinder viel eher als Ansprechperson um über
belastende Erfahrungen im Internet zu reden
█ Diskutieren Sie darüber, welche Bilder ins Netz gestellt werden.
Denken Sie daran,dass auf die Gefühle des Betrachters keine
Einflussmöglichkeit besteht!
█ Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Computers. Es
gilt allerdings zu bedenken, dass auch Filterprogramme für den
Computer nicht immer wirkungsvoll sind
█ Üben Sie mit Ihrem Kind konkrete Möglichkeiten, wie es sich vor
sexueller Belästigung und Missbrauch im Netz schützen kann. Verbale
sexuelle Belästigung können Kinder und Jugendliche manchmal schon mit
einem klaren Nein! beenden
█ Mädchen und Burschen sollten wissen, welches Verhalten das Risiko
einer sexuellen Ausbeutung erhöhen und was sie auf jeden Fall
unterlassen sollten: wie etwa Informationen über die eigene Identität
zu geben, Fragebogen im Netz auszufüllen und sich mit nicht
persönlich bekannten Chatfreunden ohne Begleitung von
Erwachsenen zu treffen
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