• 07.03.2014, 11:43:43
  • /
  • OTS0129 OTW0129

AUGE/UG Paiha: "Frauen fairdienen mehr!"

Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen für gesetzlichen Mindestlohn und Einkommensschutz bei Teilzeit

Utl.: Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen für
gesetzlichen Mindestlohn und Einkommensschutz bei Teilzeit =

Wien (OTS) - "Wir haben genug davon, Jahr für Jahr die gleichen,
deprimierenden Zahlen präsentiert zu bekommen. Wenn Österreich einmal
mehr den zweitschlechtesten Platz beim Einkommensunterschied zwischen
Männern und Frauen belegt, müssen endlich Handlungen gesetzt werden.
Analysiert und bedauert ist genug worden", fordert Klaudia Paiha,
Bundessprecherin der AUGE/UG - Alternative und Grüne
GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen und
Spitzenkandidatin zur Wiener AK-Wahl, Taten statt Worte.

Zwt.: Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsberufe finanziell aufwerten

Der Einkommensunterschied verlaufe nicht nur zwischen Männern und
Frauen, sondern auch zwischen männer- und frauendominierten Branchen:
"In der männerdominierten Energieversorgung liegen die mittleren
Einkommen bei mehr als dem Doppelten der mittleren Einkommen aller
ArbeitnehmerInnen zusammen, im frauendominierten Sozial- und
Gesundheitsbereich hingegen 22 Prozent unter Schnitt", kritisiert
Paiha. "Diese Einkommensdiskriminierung ist dabei nicht nur dem
zusätzlich hohen Teilzeitanteil geschuldet. Selbst bei Vollzeit
liegen die Einkommen im Sozial- und Gesundheitsbereich noch unter dem
Schnitt, trotz des hohen gesellschaftlichen Nutzens, den dieser
Sektor produziert."

Paiha fordert daher die deutliche finanzielle Aufwertung von
Sozial-, Gesundheits- und Bildungsberufen: "Die öffentliche Hand muss
endlich die entsprechenden Mittel bereit stellen, um die Einkommens-
und Arbeitsbedingungen in diesem Sektor deutlich zu verbessern. Das
beinhaltet eine höhere Entlohnung wie die Reduktion von Teilzeit auf
tatsächliche Freiwilligkeit. Mit einer entsprechenden Besteuerung von
Vermögen und großen Erbschaften wäre die Finanzierung derartiger
Maßnahmen, die insbesondere Frauen zugute kommen würde, jedenfalls
sichergestellt".

Zwt.: Gesetzlicher Mindestlohn und Einkommensschutz bei Teilzeit

Als weitere Maßnahmen fordert die AUGE/UG-Spitzenkandidatin einen
gesetzlichen Mindestlohn als absolute Lohnuntergrenze: "Über ein
Viertel der Frauen arbeiten im Niedriglohnsektor zu Einkommen von
durchschnittlich 7,59 Euro je Stunde und damit deutlich unter der
Niedriglohnschwelle. Wir fordern daher einen gesetzlichen Mindestlohn
von 8,70 Euro/Stunde, der jährlich entlang der
Kollektivvertragsergebnisse zu erhöhen ist. Dieser Mindestlohn muss
für alle Branchen gelten, weil Mieten auch von allen zu zahlen sind -
egal, in welcher Branche sie arbeiten."

Zusätzlich will Paiha einen gesetzlichen Einkommensschutz für
Teilzeitbeschäftigte: "Es braucht auch bei Teilzeit eine
Einkommensschranke um diese nach unten abzusichern: Kein Einkommen
aus Teilzeit darf unter Euro 680/Monat fallen. Das entspricht bei
einem Mindestlohn von 8,70/Stunde einer Mindestarbeitszeit von 18
Wochenstunden bzw. bei weniger Wochenstunden einem höheren
Stundenlohn".

Paiha abschließend: "Um ein Mehr an Einkommensgerechtigkeit
zwischen Männern und Frauen zu erreichen, braucht es allerdings eine
grundlegende Neuverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit. Ohne
eine allgemeine, umfassende Arbeitszeitverkürzung in Richtung
6-Stunden-Arbeitstag und 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich
für untere und mittlere Einkommensgruppen wird es nicht gehen. Die
Arbeitszeitperspektive muss daher bei jeder Gleichstellungsmaßnahme
mitbedacht werden und ist entscheidend für den Erfolg."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AGG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel