• 07.03.2014, 10:12:01
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GPA-djp-Fetik: Die Arbeit von Frauen muss viel mehr wert sein!

Flächendeckend qualitative Kinderbetreuung, wirksame Schritte gegen das Ausufern von Teilzeitbeschäftigung und Frauenquote gefordert

Utl.: Flächendeckend qualitative Kinderbetreuung, wirksame Schritte
gegen das Ausufern von Teilzeitbeschäftigung und Frauenquote
gefordert =

Wien (OTS/ÖGB) - "Österreich hat in Sachen Einkommensgerechtigkeit
leider die Bezeichnung Entwicklungsland verdient, das bestätigt eine
aktuelle Untersuchung von Eurostat: Die Durchschnittseinkommen der
Männer in Österreich sind um fast ein Viertel, nämlich um 23,4
Prozent höher als jene der Frauen, damit liegen wir am unrühmlichen
vorletzten Platz in Europa, nur Estland schneidet noch schlechter ab.
Eindrücklicher lässt sich der politische Handlungsbedarf wirklich
nicht bestätigen", kommentiert llse Fetik, Frauenvorsitzende in der
GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus,
Papier) anlässlich des Internationalen Frauentags.

Diese Entwicklung lasse sich weder mit der Beschäftigtenquote, die
nämlich steige, noch mit der Ausbildung der Frauen argumentieren, so
Fetik weiter: "Leider wissen ganz offensichtlich viele Unternehmen
das Potenzial an gut ausgebildeten Frauen überhaupt nicht zu
schätzen." Einerseits habe der Frauenanteil unter den
Universitätsabsolventen im Studienjahr 2012/2013 erstmals die 60
Prozent-Hürde überschritten, andererseits beweise der alljährlich von
der Arbeiterkammer durchgeführte Frauen.Management.Report für das
heurige Jahr 2014 einmal mehr die männliche Dominanz in gehobenen
Positionen, erklärt Fetik: "Dabei bräuchte es so dringend mehr
weibliche Führungskräfte, die sich stark machen für
Frauenförderungsprogramme und familienfreundliche
Arbeitszeitmodelle."

"Die GPA-djp redet nicht nur von Gleichstellung, wir tun etwas
dafür", erinnert Fetik an die erreichten Verbesserungen auf der
kollektivvertraglichen Ebene, was die Anrechnung der Karenz sowie der
Vordienstzeiten und natürlich das Mindestgehalt betrifft: "Für die
Frauenbranche Handel haben wir beispielsweise im aktuellen
Doppelabschluss das Mindestgehalt von 1500 Euro ab dem Jahr 2015
gesichert." Auch die Politik sei gefordert, so Fetik abschließend:
"Neben dem Ausbau eines flächendeckend qualitativ hochwertigen
Bildungs- und Betreuungsangebots für Kinder und wirksamen Schritten
gegen das Ausufern von Teilzeitbeschäftigungen braucht es vor allem
endlich eine verpflichtende Quote für Frauen in Führungspositionen.
Nur mit konkreten Maßnahmen schaffen wir es, uns aus der unrühmlichen
Position des Einkommensgerechtigkeits-Entwicklungslandes in der EU zu
befreien. Die Arbeit von Frauen muss viel mehr wert sein!"

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