- 06.03.2014, 10:58:48
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Hetzseiten von FPÖ-Funktionären betrieben und beworben: Mauthausen Komitee nennt Leugnen der FPÖ-Spitze "lächerlich"
MKÖ-Mernyi: "Strache und Haimbuchner für braunen Sumpf verantwortlich!"
Utl.: MKÖ-Mernyi: "Strache und Haimbuchner für braunen Sumpf
verantwortlich!" =
Wien (OTS) - "Einfach lächerlich" nennt der Vorsitzende des
Mauthausen Komitees (MKÖ), Willi Mernyi, die Behauptung der
FPÖ-Spitze, ihre Partei habe mit den üblen Facebook-Hetzseiten "SOS
Österreich" und "Österreich hat schon genug Ausländer" nichts zu tun.
Das Nachrichtenmagazin "News" berichtet aufgrund von Recherchen der
Gruppe "Heimat ohne Hass" über diese Seiten, die rassistische Gewalt-
und Mordaufrufe enthalten.
"Bleiben wir bei den Fakten", sagt Mernyi. "Die beiden Hetzseiten
werden nicht nur von FPÖ-Funktionären betrieben, sondern wurden auch
von zahlreichen anderen FPÖ-Funktionären und sogar von ganzen
Ortsgruppen - beispielsweise der FPÖ Wiener Neustadt, der FPÖ
Heidenreichstein, der FPÖ Neuhofen an der Krems, der FPÖ Eberschwang
und der FPÖ Obernberg am Inn - beworben. Mehr noch: Für die Seite
"SOS Österreich" hat Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache
höchstpersönlich mit Postings Werbung gemacht. Erst
menschenverachtend hetzen und dann alles abstreiten - das ist die
übliche blaue Brandstiftermethode!"
Der MKÖ-Vorsitzende erinnert daran, dass ständig FPÖ-Funktionäre
durch demokratiefeindliche Gesinnung auffallen. So flog heuer im
Jänner auf, dass in Oberösterreich ein verurteilter Neonazi für die
Freiheitlichen Arbeitnehmer bei der AK-Wahl kandidierte.
FPÖ-Landesobmann Manfred Haimbuchner musste die Notbremse ziehen und
ihn per Verzichtserklärung von der Kandidatenliste nehmen.
Das war allerdings erst der Anfang: Kurz darauf wurde bekannt,
dass der Spitzenkandidat der Freiheitlichen Arbeitnehmer, Manfred
Pühringer, einen ermordeten SPÖ-Gemeindepolitiker auf Facebook als
"Handgranaten-Tschusch" verunglimpft hatte. Haimbuchner distanzierte
sich zwar von dieser Äußerung, sagte aber zugleich, er könne den
Freiheitlichen Arbeitnehmern nichts vorschreiben. Dabei hatte er erst
im Vorjahr wortreich beteuert, er werde sich von den
Rechtsextremisten in seiner Partei trennen.
Auf der freiheitlichen Kandidatenliste für die AK-Wahl in
Oberösterreich finden sich noch weitere Fanatiker. Einer dieser
blauen Hetzer sieht "Ratten in der Regierung" und findet "Murln zum
Kotzen", ein anderer verbreitet die Nazi-Parole "Volk ans Gewehr".
Und ein dritter fordert, dass die FPÖ von der NPD lernen solle -
einer offen rechtsextremen Partei, deren Verbot in Deutschland gerade
geprüft wird.
"Die Kandidatur solcher Demokratiefeinde ist ein Skandal", stellt
Mernyi fest. "Bundesparteiobmann Strache und Landesparteiobmann
Haimbuchner sind für den braunen Sumpf in ihrer Partei voll
verantwortlich. Wenn sie noch einen Funken Anstand haben, treten sie
zurück!"
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