• 05.03.2014, 19:00:31
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DER STANDARD - Kommentar: "Putin, der Touristenschreck" von Günther Strobl

(Ausgabe vom 6.3.2014)

Utl.: (Ausgabe vom 6.3.2014) =

Wien (OTS) - Es hätte so schön sein können: keine Vogelgrippe, kein
Tsunami und auch keine andere gröbere Naturkatastrophe, die das
Hochamt des internationalen Tourismus, die jedes Jahr im März
stattfindende ITB in Berlin, hätte stören können. An die immer wieder
aufflackernden Aufstände im Norden Afrikas, an den grauslichen
Bürgerkrieg in Syrien und andere offene Konflikte hat sich die Welt,
scheint█s, gewöhnt. Und dann kommt Putin, will sich die Krim unter
den Nagel reißen, schafft Fakten.
Schließlich war es die Tourismuswirtschaft, die sich im Abschwung
einmal mehr als Stütze der Konjunktur erwiesen hat, auch und gerade
in Österreich. Und es sind Gäste aus Russland, aus der Ukraine und
anderen Staaten des früheren Ostblocks, mit denen die
Österreich-Werbung (ÖW), aber auch Marketingagenturen anderer Länder
Wachstumsfantasien verbinden. Der Kampf um den Gast wird härter. In
Deutschland findet eine Materialschlacht um die Gunst der Gäste
statt, die ihresgleichen sucht. Österreich tut sich zunehmend schwer,
da mitzuhalten, zumal Landestourismusorganisationen noch immer
glauben, sie seien allein stärker als gemeinsam mit der ÖW.
Über allem schwebt nun der (böse) Geist Putins. Statt
Visa-Erleichterungen könnte es dann Einreisesperren geben. Die
Reiselust insgesamt könnte bei andauerndem Säbelrasseln schwinden.
Könnte, wäre, hätte. Noch stecken wir in dieser Phase.

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