FPÖ-Steger: Paralympic-Boykott von Sportminister Klug nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Als Ausdruck einer parteiischen statt neutralen Sicht der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine, bezeichnet heute FPÖ-Sportsprecherin NAbg. Petra Steger die Ankündigung von Bundeskanzler Werner Faymann im Pressefoyer nach dem Ministerrat, wonach der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport nicht zu den Paralympics nach Sotschi reisen wird, weil ein Besuch dieser Veranstaltung laut Klug einer Legitimation der russischen Vorgangsweise auf der Krim gleich käme.

"Ich hätte mir eine neutrale und im positiven Sinn vermittelnde Rolle und Herangehensweise der österreichischen Politik in einer so heiklen Frage gewünscht. Faymann und Klug werden doch nicht allen Ernstes behaupten wollen, dass Ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen vor ein paar Wochen eine Legitimation der Vorgangsweise der russischen Regierung in heiklen Menschenrechtsfragen gewesen sei oder als solche verstanden werden soll", fragte Steger. Beide hätten damals für sich in Anspruch genommen, vor Ort die österreichische Sicht gegenüber russischen Vertretern darzustellen und damit einen Lösungsbeitrag zu leisten. "Warum tun sie das nicht jetzt auch?"

Der Minister müsse im Übrigen auch bedenken, dass er mit seiner Kehrtwendung in Sachen Besuchspolitik den teilnehmenden Sportlerinnen und Sportlern nicht den Rücken stärke sondern sie indirekt in ein ganz schiefes Licht rücke. "Wenn es ein falsches Signal sei, wenn ein Minister teilnimmt, warum ist es dann aus Sicht Klugs kein falsches Signal, wenn eine österreichische Mannschaft teilnimmt?", erläuterte Steger für die die Vorgangsweise der Regierung den Verdacht nähre, sich zwar gern im Licht der "großen" Olympiade gesonnt zu haben, die "kleinen" Paralympics aber nicht ernst zu nehmen.

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