- 05.03.2014, 10:07:49
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Neue ÖIF-Broschüre: Aktuellste Zahlen zu Migrantinnen in Österreich
18,2% der Frauen in Österreich ausländischer Herkunft / neue Statistik-Broschüre bietet aktuelle Zahlen zur Situation von Migrantinnen in Österreich.
Utl.: 18,2% der Frauen in Österreich ausländischer Herkunft / neue
Statistik-Broschüre bietet aktuelle Zahlen zur Situation von
Migrantinnen in Österreich. =
Wien (OTS) - Mit der neuen Informationsbroschüre "migration &
integration - Schwerpunkt: Frauen" stellt der Österreichische
Integrationsfonds (ÖIF) die spezifischen Herausforderungen und
Chancen von Migrantinnen in Österreich in den Mittelpunkt und liefert
aktuelle Zahlen zu den Bereichen Zuwanderung, Sprache und Bildung,
Arbeit und Beruf sowie Familie und Gesundheit. Die
Statistik-Broschüre erscheint bereits zum dritten Mal in Kooperation
mit der Statistik Austria.
ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf-Maier betont: "Frauen mit
Migrationshintergrund prägen das Leben in Österreich entscheidend mit
und haben eine Schlüsselfunktion für die erfolgreiche Integration von
Familien. Mit der aktuellen Publikation liefert der ÖIF eine
fundierte Grundlage, um die weibliche Dimension von Integration
sachlich zu diskutieren".
786.500 Frauen ausländischer Herkunft in Österreich
- Größte Migrantinnengruppen Deutsche, Türkinnen und Serbinnen
Am 1.1.2013 lebten 786.500 Frauen ausländischer Herkunft
(ausländische Staatsangehörige bzw. eingebürgerte Frauen) in
Österreich, das entsprach 18,2% der weiblichen Gesamtbevölkerung. Die
meisten Frauen stammten aus Deutschland (122.600), in weitem Abstand
gefolgt von Frauen türkischer Herkunft (86.900) und serbischer
Herkunft (79.900).
- Zwei Drittel der Zuwanderinnen stammen aus der EU
Zwischen 2007 und 2012 wanderten rund 114.800 Ausländerinnen
(Nettozuwanderung) nach Österreich zu. Knapp zwei Drittel von ihnen
stammten aus EU/EWR oder der Schweiz. Die meisten Zuwanderinnen von
2007-2012 kamen aus Deutschland (22.300), Rumänien (16.100) sowie
Ungarn (10.100).
- In zweiter Generation mehr Lehrabschlüsse
Frauen mit Migrationshintergrund sind in den hoch und niedrig
qualifizierten Bildungsschichten überrepräsentiert. Mehr als 30% von
ihnen verfügen nur über einen Pflichtschulabschluss, gleichzeitig
haben aber knapp 19% einen Universitätsabschluss (Österreicherinnen
ohne Migrationshintergrund: 16%). In der zweiten Generation gleicht
sich das Bildungsniveau der Frauen zunehmend an: Der Anteil an
Frauen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, sinkt
(24%), der Anteil an Lehrabschlüssen steigt (von 28% in der ersten
Generation auf 46% in der zweiten).
- Niedrigere Erwerbstätigkeit unter Frauen mit Migrationshintergrund
67% aller Frauen in Österreich waren 2012 erwerbstätig. Die
Erwerbstätigenquote von Frauen mit Migrationshintergrund war mit 59%
deutlich geringer als bei Frauen ohne Migrationshintergrund (70%).
Lediglich 43% der Frauen türkischer Herkunft waren 2012 erwerbstätig,
während die Erwerbstätigenquote der EU-Migrantinnen mit 67% im
österreichischen Durchschnitt lag.
- Ausländerinnen verdienen 3.100 Euro weniger als Österreicherinnen
Das Nettojahreseinkommen von Österreicherinnen lag 2011 bei 18.400
Euro, während Ausländerinnen 3.100 Euro weniger verdienten. Während
Frauen aus der EU/EWR und der Schweiz dasselbe verdienten wie
Österreicherinnen, lag das Durchschnittseinkommen von Türkinnen mit
12.900 Euro rund 5.500 Euro unter dem von Österreicherinnen.
Die gesamte Broschüre ist unter www.integrationsfonds.at als PDF
verfügbar oder unter [email protected] als gratis Printexemplar
zu bestellen. Druckfähige Grafiken stellt das Team Kommunikation des
ÖIF gerne zur Verfügung.
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