Neue ÖIF-Broschüre: Aktuellste Zahlen zu Migrantinnen in Österreich

18,2% der Frauen in Österreich ausländischer Herkunft / neue Statistik-Broschüre bietet aktuelle Zahlen zur Situation von Migrantinnen in Österreich.

Wien (OTS) - Mit der neuen Informationsbroschüre "migration & integration - Schwerpunkt: Frauen" stellt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die spezifischen Herausforderungen und Chancen von Migrantinnen in Österreich in den Mittelpunkt und liefert aktuelle Zahlen zu den Bereichen Zuwanderung, Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf sowie Familie und Gesundheit. Die Statistik-Broschüre erscheint bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Statistik Austria.

ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf-Maier betont: "Frauen mit Migrationshintergrund prägen das Leben in Österreich entscheidend mit und haben eine Schlüsselfunktion für die erfolgreiche Integration von Familien. Mit der aktuellen Publikation liefert der ÖIF eine fundierte Grundlage, um die weibliche Dimension von Integration sachlich zu diskutieren".

786.500 Frauen ausländischer Herkunft in Österreich

- Größte Migrantinnengruppen Deutsche, Türkinnen und Serbinnen

Am 1.1.2013 lebten 786.500 Frauen ausländischer Herkunft (ausländische Staatsangehörige bzw. eingebürgerte Frauen) in Österreich, das entsprach 18,2% der weiblichen Gesamtbevölkerung. Die meisten Frauen stammten aus Deutschland (122.600), in weitem Abstand gefolgt von Frauen türkischer Herkunft (86.900) und serbischer Herkunft (79.900).

- Zwei Drittel der Zuwanderinnen stammen aus der EU

Zwischen 2007 und 2012 wanderten rund 114.800 Ausländerinnen (Nettozuwanderung) nach Österreich zu. Knapp zwei Drittel von ihnen stammten aus EU/EWR oder der Schweiz. Die meisten Zuwanderinnen von 2007-2012 kamen aus Deutschland (22.300), Rumänien (16.100) sowie Ungarn (10.100).

- In zweiter Generation mehr Lehrabschlüsse

Frauen mit Migrationshintergrund sind in den hoch und niedrig qualifizierten Bildungsschichten überrepräsentiert. Mehr als 30% von ihnen verfügen nur über einen Pflichtschulabschluss, gleichzeitig haben aber knapp 19% einen Universitätsabschluss (Österreicherinnen ohne Migrationshintergrund: 16%). In der zweiten Generation gleicht sich das Bildungsniveau der Frauen zunehmend an: Der Anteil an Frauen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, sinkt (24%), der Anteil an Lehrabschlüssen steigt (von 28% in der ersten Generation auf 46% in der zweiten).

- Niedrigere Erwerbstätigkeit unter Frauen mit Migrationshintergrund

67% aller Frauen in Österreich waren 2012 erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote von Frauen mit Migrationshintergrund war mit 59% deutlich geringer als bei Frauen ohne Migrationshintergrund (70%). Lediglich 43% der Frauen türkischer Herkunft waren 2012 erwerbstätig, während die Erwerbstätigenquote der EU-Migrantinnen mit 67% im österreichischen Durchschnitt lag.

- Ausländerinnen verdienen 3.100 Euro weniger als Österreicherinnen

Das Nettojahreseinkommen von Österreicherinnen lag 2011 bei 18.400 Euro, während Ausländerinnen 3.100 Euro weniger verdienten. Während Frauen aus der EU/EWR und der Schweiz dasselbe verdienten wie Österreicherinnen, lag das Durchschnittseinkommen von Türkinnen mit 12.900 Euro rund 5.500 Euro unter dem von Österreicherinnen.

Die gesamte Broschüre ist unter www.integrationsfonds.at als PDF verfügbar oder unter pr@integrationsfonds.at als gratis Printexemplar zu bestellen. Druckfähige Grafiken stellt das Team Kommunikation des ÖIF gerne zur Verfügung.

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Österreichischer Integrationsfonds
Mag. Julian Unger, MA
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