- 05.03.2014, 09:22:17
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Armut ist weiblich
Landau: "Zum internationalen Frauentag am 8. März weist die Caritas auf die weltweite Benachteiligung von Frauen hin und stellt Projekte vor, die Frauen gezielt unterstützen!"
Utl.: Landau: "Zum internationalen Frauentag am 8. März weist die
Caritas auf die weltweite Benachteiligung von Frauen hin und
stellt Projekte vor, die Frauen gezielt unterstützen!" =
Wien (OTS) - Druckfähige Bilder zu den Projekten zum Download:
bit.ly/NzmQfL
Von weltweit 774 Millionen Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben
können, sind zwei Drittel Frauen. Jeden Tag sterben rund 800 Frauen
an vermeidbaren Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt. Mehr
als die Hälfte der Weltbevölkerung sind Frauen, diese Mehrheit
besitzt allerdings nur 1 Prozent des globalen Vermögens. Der Anteil
an Parlamentarierinnen liegt weltweit bei nur knapp über 20 Prozent.
Wenn Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten leben, eine Behinderung
haben, Minderheiten angehören, keinen legalen Aufenthaltsstatus
haben, werden Benachteiligung und Ungleichverteilung noch viel
deutlicher: "Noch immer liegt die Frauenerwerbsquote unter jener der
Männer. Je nach Weltregion variieren die Zahlen stark, am geringsten
ist die Erwerbstätigkeit der Frauen im Nahen Osten und Nordafrika.
Hier ist gerade einmal ein Fünftel der Frauen berufstätig",
beschreibt Caritas Präsident Michael Landau das gegenwärtige
internationale Ungleichgewicht. "Das Risiko, Gewalt ausgesetzt zu
sein, ist für Frauen in Entwicklungsländern doppelt so hoch wie für
Männer."
"Auch wenn immer mehr Mädchen in die Schule gehen, haben Frauen noch
längst nicht die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten wie Männer. Da
Frauen aber weltweit maßgeblich für die Nahrungsmittelproduktion
verantwortlich sind, würde Chancengleichheit auch der Hunger- und
Armutsbekämpfung dienen", so der Caritas Präsident.
Caritas unterstützt Frauen international
In Marsabit, im Nordosten Kenias, bekommen 31 Frauengruppen mit
insgesamt 708 Mitgliedern Kleinkredite, um das Familieneinkommen zu
verbessern. Da die meisten Frauen in dieser ländlichen Gegend, die
von Halbnomaden besiedelt wird, kaum Schulbildung haben, erhalten sie
einen Grundkurs in Schreiben und Lesen und ein Business Training.
bit.ly/1hnRWSa
In Chisinau, in der Republik Moldau, werden in einem sozialen
Ausbildungszentrum Mädchen zur Prävention von Migration und
Frauenhandel betreut und geschult. 168 Mädchen aus sozial schwachen
Familien können hier eine mehrmonatige Grundausbildung im Bereich
Informatik, Schneiderei, Handarbeiten und Kochen absolvieren.
bit.ly/1o8j1cO
Weitere Projekte: bit.ly/1g9tQXQ
Frauen sind auch in Österreich benachteiligt
Laut EU-SILC sind in Österreich deutlich mehr Frauen
"ausgrenzungsgefährdet" als Männer. Das bedeutet, dass sie
beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warm halten oder sich
nicht regelmäßig gesundes Essen leisten können. Und - nach wie vor -
bezogen auf die mittleren Bruttojahresverdienste der ganzjährig
Vollzeitbeschäftigten verdienen Frauen um 18 Prozent weniger als
Männer.
Michael Landau: "Alleinerziehende Mütter und alleine in einem
Haushalt lebende Frauen sind besonders armutsgefährdet. Das zeigt
nicht nur die Statistik, sondern das sehen wir leider auch jeden Tag
in unseren Einrichtungen. Daher wird die Caritas auch weiterhin ganz
gezielt Frauen unterstützen!"
Caritas hilft Frauen in Österreich
In Wien fördert *peppa Mädchen und junge Frauen mit
Migrationshintergrund. Das Mädchencafé mit Internet & Mittagstisch
bietet auch ein vielfältiges Freizeitangebot, Lernhilfe,
Unterstützung bei Hausaufgaben, Prüfungen, Workshops zu Tanz,
Theater, Medien, Selbstverteidigung, eine Bibliothek, gemeinsame
Ausflüge, Feste und Veranstaltungen. www.peppa.at
Bei der Beratungsstelle Talitha in Kärnten erhalten Frauen, die als
Prostituierte oder Sexarbeiterinnen arbeiten, Betreuung, Schutz und
die notwendige Unterstützung. "Talitha" hilft Frauen, wieder zurück
in ihre Heimat zu kommen oder in Kärnten neu Fuß zu fassen.
bit.ly/1hxzyoG
Weitere Projekte: bit.ly/1g9tQXQ
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