• 04.03.2014, 13:03:24
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ÖVP-Generationenpartner: Es ist Zeit zu handeln! Jungärzte stärken - ländliche Versorgung sichern!

Seniorenbund und Junge ÖVP: Reformpläne müssen bis Jahresmitte vorliegen! Konsequente Umsetzung ab Jahresmitte gefordert!

Utl.: Seniorenbund und Junge ÖVP: Reformpläne müssen bis Jahresmitte
vorliegen! Konsequente Umsetzung ab Jahresmitte gefordert! =

Wien (OTS) - "Jungärzte, die das Land verlassen, um ihren Turnus
nicht in Österreich absolvieren zu müssen. Landärztestellen, die
monatelang unbesetzt bleiben, weil die Verträge für viele Junge
unattraktiv sind und neue Hausapotheken nicht genehmigt werden. Für
diese aktuellen Probleme hat die Bundesregierung umfassende Lösungen
in ihrem Arbeitsprogramm in Aussicht gestellt. Jetzt ist es an der
Zeit, dass der verantwortliche Minister diese Pläne rasch umsetzt.
Wir verlangen dazu die Vorlage der entsprechenden Umsetzungspläne bis
zur Jahresmitte. Es ist Zeit zu handeln - die aktuelle Situation
erlaubt keinen weiteren Aufschub der Problemlösung", erklären Mag.
Bettina Rausch, Bundesobmann-Stellvertreterin der Jungen ÖVP und
Abgeordnete zum Niederösterreichischen Landtag, sowie Mag. Gertrude
Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen
Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat, zu den
aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssystem.

Zu den Details halten die beiden Generationenpolitikerinnen fest:

"Wie mehrfach klar darstellt wird in den kommenden Jahren in allen
Bundesländern rund die Hälfte der heutigen Hausärzte in die Pension
übertreten. Das weiß die Politik freilich schon länger, weswegen sich
im Regierungsprogramm dazu entsprechende Reformvorhaben finden. JVP
und Seniorenbund fordern für die sichere medizinische Versorgung der
Bevölkerung entsprechend dem aktuellen Regierungsprogramm:

- Lehrpraxis endlich ermöglichen und umsetzen: Der
Gesundheitsminister muss endlich die benötigten Lehrpraxen
realisieren, damit künftige Allgemeinmediziner in ordentlichen
Lehrpraxen und nicht ausschließlich an einer Klinik ausgebildet
werden müssen.

- Das ausständige Hausarztmodell ist bis Jahresmitte 2014 zu
erarbeiten und ab dem zweiten Halbjahr 2014 konsequent umzusetzen.

- Dabei gilt der Hausarzt als "Gesundheitsmanager", es sind
verbindlich geregelte Mindest-Öffnungszeiten in jeder Region auch vor
und nach üblichen Arbeitszeiten der Bevölkerung zu garantieren.

- Zu berücksichtigen ist dabei, dass künftig deutlich mehr Frauen
diesen Beruf ausüben werden als heute - das bedeutet u.a. umfassende
Überlegungen zu Fragen der Organisation und Finanzierung von
Kinderbetreuung.

- Zur Finanzierung des neuen Hausarztmodells sind Umschichtungen
vom ambulanten bzw. stationären Bereich hin zum niedergelassenen
Bereich im Rahmen der Arbeit der
Gesundheitsziel-Steuerungskommissionen nötig. Der Budgetpfad ist
einzuhalten.

- Die ärztlichen Hausapotheken sind langfristig abzusichern.

- Zu erstellen ist zudem ein neues Entlohnungsmodell für
Allgemeinmediziner: Entkoppelung der Gesamt-Verträge, Bezahlung als
"Gesundheitsmanager" also bewusst auch für Leistungen wie Prävention,
Beratung, Chronische Erkrankungen.

- Das Gruppenpraxen-Gesetz ist weiter zu verbessern (z.B. derzeit
Problem, dass Kassenvertrag für eine Person verloren geht, sobald
Zusammenarbeit beschlossen wird).

- Junge Ärzte sollen die Chance haben, sich für den Beruf des
Allgemeinmediziners überhaupt entscheiden zu können: Daher brauchen
wir Anreizmodelle für die Absolvierung des Turnus in den Regionen und
für Übernahme einer Praxis für Allgemeinmedizin in ländlichen
Regionen.

- Hinzu kommt die Umsetzung eines Präventionsprogramms angelehnt
an das SVA-Modell in allen Sozialversicherungen, dabei ist der
Allgemeinmediziner als wirkliche Drehscheibe im System zu stärken.

"Die älteren Patientinnen und Patienten - vor allem, wenn sie in
ländlichen Regionen wohnen - sind auf ein funktionierendes
Hausarztsystem ganz besonders angewiesen. Und junge Ärztinnen und
Ärzte sollen ein so attraktives Turnus- und Hausarztmodell vorfinden,
damit sie sich leichter für diesen Beruf in Österreichs Regionen
entscheiden können. Denn genau diese Jungen werden wir für die
flächendeckende Versorgung brauchen! Jetzt ist es am zuständigen
Minister, diese dringend nötigen Projekte rasch und konsequent
abzuarbeiten", halten Rausch und Aubauer abschließend fest.

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