- 02.03.2014, 14:48:33
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AKV-Kukacka: Minister Rupprechters Äußerungen weder politisch noch sachlich und ethisch überzeugend
Wien (OTS) - Auf wenig Verständnis und große Bedenken stößt
ÖVP-Minister Andrä Rupprechter mit seinen Äußerungen zum
Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare bei der
Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV) stellte heute
AKV-Präsident Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka fest.
Seine Aussagen seien weder politisch noch sachlich und ethisch
überzeugend und entsprechen auch nicht der Mehrheitsmeinung in der
Gesellschaft. Auch leistet er mit seiner privaten Meinung seiner
Partei keine guten Dienste, denn solche Äußerungen führen nur zu
einer weiteren Irritation über die grundlegende
gesellschaftspolitische Orientierung der ÖVP erklärte Kukacka.
Selbstverständlich seien die Einstellungen, die Überzeugungen und
die sexuelle Orientierung zu respektieren, aber nach Meinung der AKV
gehe es beim Adoptionsrecht nicht darum, in erster Linie
Elternwünsche zu befriedigen, sondern vor allem darum, das Wohl des
Kindes in den Mittelpunkt zu stellen und dem Adoptivkind möglichst
optimale familiäre Voraussetzungen zu bieten. Für das Aufwachsen von
Jungen und Mädchen sei es auch wichtig, dass diese sowohl männliche
als auch weibliche Rollenvorbilder erleben.
Es müsse ernsthaft überlegt werden, ob es fair gegenüber einem
Adoptivkind ist, eine Situation zu schaffen, in der es dauerhaft mit
zwei Frauen oder zwei Männern als Eltern leben muss. Vielmehr soll
dem Wohl des Kindes der Vorrang eingeräumt werden gegenüber dem Recht
Erwachsener auf die freie Gestaltung ihres Privatlebens.
Es bestehe auch keine gesellschaftliche Notwendigkeit für
Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare, denn es gibt mehr als
genug Ehepaare und dauerhafte heterosexuelle Lebensgemeinschaften,
die bisher oft vergeblich auf Adoptionskinder gehofft haben.
Letztlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau einzigartig, denn
sie allein ist es, in der neues menschliches Leben entstehen kann. In
einer dauerhaften Gemeinschaft von Vater und Mutter können die Kinder
die günstigsten Bedingungen für ihr Heranwachsen finden. Das ist auch
die Grundlage für die dauerhafte Existenz einer Gesellschaft stellte
Kukacka klar.
Im übrigen bestätigen Meinungsumfragen - und nicht zuletzt auch
die Volksabstimmung in Kroatien, wo mit Zweidrittel-Mehrheit für das
Festhalten an der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der
Verfassung gestimmt wurde - dass diese Form der Lebenspartnerschaft
von der großen Mehrheit der Bevölkerung als erstrebenswert angesehen
und gewünscht wird schloss Kukacka.
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